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Stadt.Land.Klassik

Sie ist eine der drei Tanz-Nymphen in Pasewalk

Neustreltz / Lesedauer: 3 min

Am Sonntag beginnt die „Stadt.Land.Klassik“-Tour der Neuen Philharmonie MV in Pasewalk. Die Spanierin Muriel Bermejo ist dabei eine von vier Tänzern.
Veröffentlicht:18.02.2020, 09:54

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Mit der DVD des Balletts „Coppelia“ fing für Muriel Bermejo alles an. „Ich muss erst sieben Jahre alt gewesen sein, als ich sie angeschaut habe. Aber kurz darauf war ich fest entschlossen, dass ich professionelle Tänzerin werden will“, erinnert sich die 21-jährige Spanierin. Ihre Eltern seien von der Zielstrebigkeit, die ihre Tochter an den Tag legte, zunächst geschockt gewesen, hätten sie dann aber unterstützt, erzählt sie.

Heute, knapp 15 Jahre später, hat sich die in Barcelona geborene Muriel Bermejo als festes Mitglied in der Tanzkompanie Neustrelitz ihren Traum vom professionellen Tanzen erfüllt. Die 21-Jährige stand bereits bei zahlreichen Neustrelitzer Produktionen auf der Bühne. Darunter „Faust“, „Der kleine Muck“, „Die Schneekönigin“ oder „Das kalte Herz“.

Ein ikonisches Stück der Ballettgeschichte

Zudem ist sie am kommenden Sonntag eine von vier Tänzern, die beim Eröffnungskonzert der „Stadt.Land.Klassik“-Tournee in Pasewalk den „Nachmittag eines Fauns“ performen werden. Sie tanzt eine der drei Nymphen. Der Auftritt mit dem Orchester der Neuen Philharmonie MV ist für die junge Tänzerin etwas Besonderes. „Man atmet mit den Instrumenten mit und spürt jede Note viel näher am Charakter und bei jeder Bewegung. Wenn die Musik live gespielt wird, habe ich eine ganz andere Verbindung zu ihr, als wenn sie vom Band kommt“, sagt Muriel Bermejo.

„Der Nachmittag eines Fauns“ sei für sie ein ikonisches Stück der Ballettgeschichte. Darüber, dass sie beim „Stadt.Land.Klassik“-Tourauftakt in Pasewalk die neue zeitgemäße Choreografie von Lars Scheibner, dem künstlerischen Leiter, in Begleitung eines Orchesters tanzen darf, freue sie sich sehr.

Erst Flamenco, später Ballett

Doch nicht nur der „Faun“ hat Muriel Bermejo begeistert. Die Spanierin hatte schon immer eine enge Verbindung zur klassischen Musik. „Meine Mutter ist Pianistin, und zu Hause liefen immer Schallplatten mit klassischen Werken. Außerdem war ich auf vielen verschiedenen Konzerten in ganz Europa.“

Trotz ihrer Nähe zur Klassik begann Muriel Bermejo erst damit, Flamenco zu tanzen, Ballett kam später hinzu. „Ich fing mit sechs Jahren an. Der Auslöser, der mich zum Tanz gebracht hat, war, dass ich immer etwas nach der Schule machen wollte“, erinnert sie sich. Eine Bekannte habe eine eigene Tanzschule gehabt, und so habe sie sich dazu entschlossen, es mal zu versuchen. „Als ich dann mit dem Tanzen angefangen habe, wusste ich gleich, dass es etwas ganz Besonderes für mich ist“, so die 21-Jährige. Mit 12 ging Muriel Bermejo dann an das „Institut del Teatre Barcelona“ – einem spanischen Theaterinstitut, das unter anderem in Choreografie und klassischem Tanz ausbildet. Ihr Studium absolvierte sie an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste in Mannheim.