StartseiteRegionalPasewalkStrasburgs Feuerwehr bleibt im Dauerstress

Containerbrände

Strasburgs Feuerwehr bleibt im Dauerstress

Strasburg / Lesedauer: 2 min

Seit knapp drei Wochen brennen in Strasburg Altkleider-Container und Papiertonnen. Die Polizei will noch nicht von einer Brandserie sprechen - die Feuerwehr will wieder durchschlafen
Veröffentlicht:18.11.2022, 15:40

Artikel teilen:

Als das Geschehen in der Nacht zum 30. Oktober mit dem Brand von Altkleider-Containern in der Heinrich-Heine-Straße und im 2. Siedlungsweg seinen Anfang nahm, machte der ein oder andere in Strasburg noch Scherze wegen der Zeitumstellung. Durch das Zurückstellen der Uhren hatte der Einsatz nur 14 Minuten gedauert. Inzwischen lacht niemand mehr. Im Gegenteil: „Die Kameraden sind froh, wenn sie endlich wieder mal durchschlafen können“, sagt Wehrführer René Gosse.

Nächtliche Einsätze zehren an Nerven der Kameraden

Die stetigen nächtlichen Einsätze zehren an den Nerven der Kameraden. Kein Wunder, denn die Liste der Brände ist lang und wird immer länger. Nach den ersten beiden brannte am 6. November gegen 6.20 Uhr schon wieder ein Kleider-Container in der Karl-Liebknecht-Straße. Am 9. November mussten die Kameraden gleich zweimal in der Baustraße anrücken, um zwei Papier-Container zu löschen.

Lesen Sie auch: Schon wieder zwei Container in Flammen

Am 15. November gegen 2.20 Uhr brannte ein Kleider-Container in der Lindenstraße, in dessen Folge die Polizei während einer Streife einen weiteren brennenden Container in der Mauerstraße entdeckte. Am 16. November stand um 22.15 Uhr in der Jüteritzer Straße unter einer überdachten Sitzbank ein Mülleimer in Flammen. Das Feuer beschädigte auch das Dach. Wenige Stunden später eilten die Feuerwehrleute in die Baustraße zu einem brennenden Papier-Container.

Der von der Polizei geschätzte Gesamtschaden beträgt 3850 Euro. Dazu kommen die Kosten der Feuerwehr-Einsätze.

Polizei will nicht von Serie sprechen

Dennoch möchte Andrej Krosse, Pressesprecher der Polizeiinspektion Anklam, nur von einer Häufung von Bränden, nicht aber von einer Serie sprechen. „Die Vorfälle wurden zu einem Vorgang zusammengefasst. Wir sind dabei, die Erkenntnisse zu sammeln und auszuwerten“, so Krosse. Also wann und wo was passiere. Die Revierpolizei stehe dabei im Austausch mit der ermittelnden Kriminalpolizei.

Lesen Sie auch: Unbekannte setzen gleich zwei Altkleider-Container in Brand

„Alle Kollegen des Streifendienstes und auch die Kontaktbeamten wurden informiert und sensibilisiert, auf Unregelmäßigkeiten zu achten. Dazu wird verstärkt Streife gefahren“, betont der Pressesprecher. Bislang gebe es aber noch keinen Tatverdächtigen, weil die Tatorte im Stadtgebiet verteilt seien.

Wehrführer René Gosse sagte, er hoffe, dass vielleicht „Kamerad Zufall“ dem Spuk ein baldiges Ende bereitet – der Brandstifter also auf frischer Tat erwischt wird.