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Gewerbeansiedlung

Unternehmen will fast eine Milliarde Euro in Pasewalk investieren

Pasewalk / Lesedauer: 2 min

Pasewalk wird auch für Großunternehmen immer attraktiver. Nun kündigt sich die Ansiedlung eines wahren Giganten an, wenn es nach dem geplanten Investitionsvolumen geht.
Veröffentlicht:05.05.2023, 15:29

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Künftig will ein Unternehmen fast eine Milliarde Euro in Pasewalk investieren. Die Stadtvertretung hat am Donnerstag den Verkauf eines Grundstücks im Pasewalker Industriepark Berlin–Stettin beschlossen. Laut Pasewalks Bürgermeister Danny Rodewald (parteilos) soll ein Datenzentrum für Speicher– und Rechnerkapazitäten im IT–Bereich entstehen. „Es ist das erste Datenzentrum in dieser Dimension in Mecklenburg–Vorpommern“, sagt Rodewald.

Neue Arbeitsplätze entstehen

In den Bau des Gebäudes sollen allein rund 400 Millionen Euro fließen, in den Aufbau von Servern mit den Speicherkapazitäten nochmals rund 400 bis 500 Millionen Euro, so Rodewald, der sich über die Ansiedlung des Unternehmens freut. „Wir müssen eine gute Mischung mit größeren und kleineren Unternehmen in Pasewalk hinbekommen, um Gewerbe–und Grudnsteuern einzunehmen“, sagt er.

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Auch Arbeitsplätze sollen entstehen, etwa für Security, die Wartung und Reinigung: Das Unternehmen rechne mit 0,7 Arbeitsplätzen pro benötigter Megawattstunde. Derzeit werde noch geprüft, wieviel Megawatt an Strom verbraucht wird, sagt der Bürgermeister.

Erneuerbare Energien für Stromversorgung nutzen

Die Stadtwerke Pasewalk allein könnten die erforderliche Strommenge allerdings nicht liefern. Die Stromversorgung solle über ein Umspannwerk eines externen Energieversorgers im Industriepark gewährleistet werden. Das Unternehmen wolle erneuerbare Energien zur Stromversorgung nutzen, um die Emissionen vermarkten zu können. Derzeit werde noch geprüft, wie das Unternehmen die Abwärme der Rechnerkapazitäten künftig nutzen könne.

Die Stadt sei bereits seit einem halben Jahr in Gesprächen mit dem Investor gewesen. „Das war natürlich eine Herausforderung für uns“, sagt er. Das Unternehmen, das seinen Namen noch nicht öffentlich machen wolle, sei aktiv an sie herangetreten. Es habe fast ausschließlich persönliche Treffen gegeben. Das Unternehmen wolle sich zu erkennen geben, sobald der Kaufvertrag unterschrieben ist. Die Verhandlungen würden als Nächstes gestartet. Bürgermeister Danny Rodewald hofft, dass bis Ende 2024 ein erster Zeitplan für das Bauvorhaben vorliegt.

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