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Spatenstich

Von der neuen Straße zum Industriepark profitiert auch Birkenstock

Pasewalk / Lesedauer: 3 min

Weil die Straße zu schmal ist, soll die Kreisstraße vom Pasewalker Stadtrand an der B 104 bis zum Industriepark ausgebaut werden. Dafür investiert der Landkreis mehr als eine Million Euro. Am Mittwoch erfolgte der erste Spatenstich zu dem Bauvorhaben.
Veröffentlicht:13.07.2022, 16:50

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Wenn sich zwei Lkw auf der Kreisstraße 70 zwischen dem Pasewalker Großgewerbestandort und der B 104 begegnen, wird es eng. Zumindest ein Brummi muss dann auf den Randstreifen ausweichen. Keine optimalen Bedingungen, auch nicht für Fahrzeuge, die später die im Industriepark ansässigen Unternehmen beliefern sollen. Schon vor der Ansiedlung der ersten Investoren – zurzeit bauen dort die Firmen Birkenstock und Topregal – habe es Pläne zum Ausbau der Kreisstraße als Erschließungsmaßnahme für den Industriepark gegeben, sagte Landrat Michael Sack (CDU) anlässlich des ersten Spatenstiches am Mittwoch. So sei im Oktober 2020 ein Förderantrag des Kreises gestellt worden, eine Zusage habe man noch nicht, hoffe aber darauf.

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Ausweichstrecke wird auf dem Acker gebaut

Sack zufolge wird die Kreisstraße auf einer Gesamtlänge von 1,24 Kilometern grundhaft aus- und neugebaut. Sie erhalte einen verkehrsgerechten, tragfähigen und frostsicheren Aufbau, zudem werde die Fahrbahn auf 6,50 Meter erweitert. Gebaut werde in zwei Bauabschnitten. „Parallel zur Kreisstraße wird eine temporäre Asphalt-Straße für den öffentlichen Verkehr auf dem jetzigen Acker errichtet, die später wieder zurückgebaut wird. Damit vermeiden wir lange Behinderungen und Umleitungen“, erklärte der Landrat.

Neuer Knotenpunkt zur Bundesstraße

Der zweite Bauabschnitt umfasse unter anderem den Bau eines neuen Knotenpunktes zur B 104, wobei die Bundesstraße eine Linksabbiegespur erhalte. Der jetzige Knotenpunkt und der Parkplatz würden zurückgebaut. Kostenträger des Knotenpunktaus- und -Rückbaus sei das Straßenbauamt Neustrelitz.

129 Bäume als Ersatz

Für die bereits im Februar erfolge Fällung von 38 Bäumen entlang der Kreisstraße ist Sack zufolge eine Ersatzpflanzung von 129 neuen Bäumen vorgesehen. Die Pflanzung erfolge nach Abschluss der Bauarbeiten als straßenbegleitende Baumreihe und als Lückenbepflanzung. Der Ausgleich für die Flächenversieglung werde durch eine Einzahlung auf das Ökokonto Trockengrasland Bellinger Höhe kompensiert.

Erster Bauabschnitt soll zum Jahresende fertig sein

Der erste Bauabschnitt soll nach den Worten des Landrates Ende 2022 abgeschlossen werden. Den Zuschlag für die Arbeiten habe die Firma Ruff aus Löcknitz erhalten. Mit dem zweiten Bauabschnitt könne man eventuell noch in diesem Jahr starten.

Staatssekretär: Land wird Geld einsetzen

Sack zufolge investiert der Kreis in den Ausbau der Straße im ersten Bauabschnitt rund 1,27 Millionen Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro.

Vorpommern-Staatssekretär Heiko Miraß (SPD) zufolge hat der Standort Pasewalk mit seinem Industriepark Potenzial. Außerdem gebe es hier engagierte Akteure. Das Land werde daher hier gezielt Geld einsetzen. Miraß zeigte sich überzeugt, dass die Ansiedlung der Firmen im Industriepark auch die Arbeitslosenzahlen sinken lassen wird.