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Versorgung auf dem Land

Wie sieht es aus für Supermarkt in DDR-Kaufhalle?

Jatznick / Lesedauer: 2 min

137 von mindestens 300 Genossenschaftsanteilen sind vergeben. Bis zum 24. Oktober haben Interessenten noch Zeit, den Bau eines Mini-Supermarkts zu unterstützen.
Veröffentlicht:12.10.2023, 17:33

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Das Vorhaben, gemeinsam einen Einkaufsladen über den Kauf von Genossenschaftsanteilen nach Jatznick zu holen, erfreut sich bei den Einwohnern mehr und mehr Beliebtheit. Bis Mittwoch wurden 137 vollständige Anteile zu jeweils 100 gekauft, also knapp die Hälfte der benötigten 300.

Anträge erst gültig, wenn Geld auf dem Konto

Darüber hinaus liegen 134 Teilhaberanträge vor, und 141 Anfragen von Interessenten sind eingegangen, teilte das Unternehmen Myenso jetzt auf seiner Homepage mit. Die Anträge seien gültig, sobald das Geld auf dem Konto eingegangen ist und die Informationen vollständig ausgefüllt wurden. „Sobald 300 Teilhaber verbindlich reserviert haben, kommt Tante Enso nach Jatznick“, verspricht die Genossenschaft mit Sitz in Bremen. Am 18. Oktober soll ein neuer Zwischenstand vorgelegt werden.

299 Anteile reichen nicht

Wer sich für die Hybrid-Lösung für Versorgung auf dem Land interessiert, kann sich an jeden Gemeindevertreter oder an ihn selbst wenden, sagt der Amtierende Bürgermeister Frank Schulz. Allerdings sei ein wenig Eile geboten. Die Frist ende am 24. Oktober. Wenn bis dahin 299 Anteile stehen, komme kein Supermarkt nach Jatznick.

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Der Markt, zu dem die DDR-Kaufhalle in der Ortsmitte umgebaut werden kann, soll auf einer Fläche von 250 bis 300 Quadratmetern 2500 bis 3000 Artikel des täglichen Bedarfs anbieten und den Genossenschaftsmitgliedern rund um die Uhr in einem Selbstbedienungsprinzip zur Verfügung stehen. Zu bestimmten Zeiten soll aber auch Personal vor Ort sein. 

Die Genossenschaft hat nach eigenen Angaben im Jahr 2019 in Niedersachsen den ersten Tante Enso-Laden eröffnet und seither bis runter nach München 22 weitere. In Planung seien derzeit neben dem in Jatznick 50 neue Tante Enso-Läden.