Dornbusch

Leuchtturm auf Hiddensee verhüllt – warum ein Gerüst das Wahrzeichen verdeckt

Hiddensee / Lesedauer: 2 min

Viele Urlauber kennen ihn aus dem Wetterbericht – der Leuchtturm Dornbusch ist Hiddensees Wahrzeichen. Derzeit sieht er allerdings nicht gewohnt aus.
Veröffentlicht:09.06.2023, 06:38

Von:
  • Deutsche Presse-Agentur
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Der Leuchtturm Dornbusch – Wahrzeichen der Insel Hiddensee – kommt derzeit wie ein Verhüllungskunstwerk des Künstlerehepaares Christo und Jeanne-Claude daher. Für Sanierungsarbeiten ist das mehr als 27 Meter hohe Bauwerk eingerüstet und mit Planen verdeckt. Es sei schade, dass er gerade zur Saison gesperrt sei, sagte Thomas Gens, Bürgermeister der Insel. „Die Leute pilgern ja auch ganz gerne da hoch.“

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Von der Aussichtsplattform in rund 20 Metern Höhe gebe es eigentlich einen guten Rundblick über die Insel und auf die Ostsee. Zudem sei der Leuchtturm auf fast jeder Postkarte vertreten und auch beim Wetterbericht im Fernsehen immer wieder zu sehen.

Das Gerüst stehe bereits seit Mai. In der Fassade gebe es Risse und im Dach seien Schäden durch Feuchtigkeit festgestellt worden. Die letzten größeren Arbeiten lägen schon länger zurück. Es sei erstaunlich, dass nicht häufiger Arbeiten anfielen. Schließlich sei der auf dem mehr als 70 Meter hohen Dornbuschhügel stehende Turm Wind und Wetter ausgesetzt. Es handele sich um die windanfälligste Stelle, vielleicht ganz Mecklenburg–Vorpommerns.

Der Ende des 19. Jahrhunderts gebaute Leuchtturm dient normalerweise weiterhin als Schifffahrtszeichen. Sein Licht strahlt laut Gemeinde etwa 45 Kilometer hinaus auf die Ostsee. Bis 1998 habe hier zudem der letzte Leuchtturmwärter Deutschlands gearbeitet. Davon zeugten auch noch die benachbarten Wärterhäuser, sagte Gens. Mittlerweile erfolge der Betrieb automatisiert. Das zuständige Wasserstraßen– und Schifffahrtsamt komme regelmäßig für Wartungen und Kontrollen.