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Landtagswahl

NPD blamiert sich mit MV-Karte ohne Rügen

Bergen / Lesedauer: 2 min

Die rechtsextreme NPD betont gerne ihre Heimattreue. In Mecklenburg-Vorpommern scheint sie sich aber nicht besonders gut auszukennen. Auf einer Karte hat sie die Inseln Rügen und Hiddensee vergessen.
Veröffentlicht:18.08.2021, 10:59

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„Für Volk und Heimat” lautet der aktuelle Slogan der rechtsextremen NPD in Mecklenburg-Vorpommern, die nun mit einem Video auf Youtube in den Wahlkampf zur Landtagswahl im September gestartet ist. Allerdings, so scheint es, brauchen die Genossen um den Vorsitzenden Stefan Köster noch ein wenig Nachhilfe in Sachen Heimatkunde.

Denn während des kompletten Wahlkampfvideos ist im Hintergrund eine große Karte von Mecklenburg-Vorpommern mit Fahne, Stierkopf und Greif zu sehen. Allerdings fehlen auf der Karte die Inseln Rügen und Hiddensee – und damit ein beachtlicher Landesteil – komplett. Wenn man ganz penibel sein möchte, ist auf der Karte auch die Insel Poel höchstens angedeutet.

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24.322 von mehr als 800.000 Wählern haben laut des endgültigen Ergebnisses bei der Landtagswahl 2016 für die NPD gestimmt. In den beiden Wahlkreisen auf den Inseln Rügen und Hiddensee entschieden sich insgesamt 622 Wähler dafür, ihr Kreuz bei der NPD zu machen.

MV ist „Schwerpunktwahl” der NPD

Der Bundesvorsitzende und Spitzenkandidat für MV Frank Franz, in dessen privaten und geschäftlichen Räumen Ende März diesen Jahres eine Razzia wegen des Anfangsverdacht der Untreue, Geldwäsche und des Bankrotts stattgefunden hatte, betont in dem Video, dass Mecklenburg-Vorpommern „die Schwerpunktwahl der NPD” ist.

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Da lässt der Spott der politischen Gegner nicht lange auf sich warten. Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) schrieb auf Twitter zu den vergessenen Inseln: „Das ist so schlecht, da könnte es fast Satire von extra3 oder StorchHeinar sein! Im Heimatkunde-Unterricht wären die damit durchgefallen.”

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