StartseiteRegionalUckermark„Sanktionen gegen Russland auf den Prüfstand stellen!”

Versorgungsengpässe befürchtet

„Sanktionen gegen Russland auf den Prüfstand stellen!”

Prenzlau / Lesedauer: 2 min

Der Uckermärker CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen fällt ein hartes Urteil über die Pläne der Regierung. Der 59-Jährige warnt vor Insolvenzen.
Veröffentlicht:07.09.2022, 12:23

Artikel teilen:

Das dritte Entlastungspaket der Bundesregierung sei „nichts anderes als eine enttäuschende Mogelpackung, die Milliarden verschlingt und eine vertane Chance, strukturelle Entlastungen für kleine und mittlere Betriebe vorzusehen” – CDU-Politiker Jens Koeppen machte in dieser Woche seinem Ärger Luft. Der Bundestagsabgeordnete aus der Uckermark bezeichnet die Pläne als „ein Unterlassungspaket, weil nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden und durch die neuen Schulden die Inflation weiter angeheizt wird.”

+++ CDU-Politiker wertet vierte Corona-Welle als Panikmache +++

Die Menschen im Land und der gesamte Mittelstand bräuchten seiner Meinung nach jedoch händeringend wirkliche Entlastungen, betont der 59-Jährige: „Dazu zählt der Stopp der Gasumlage oder die konsequente Reduzierung der Energiesteuern. Des Weiteren sollte der deutsche Alleingang bei der nationalen CO2-Bepreisung sofort ausgesetzt werden, um die Energie nicht unnötig zu verteuern.”

Lesen Sie auch: Uckermärker CDU-Mann befürchtet ruinösen Dauerlockdown

Auch auf der Angebotsseite habe man laut Koeppen längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft: „Jede grundlastfähige Kilowattstunde, die wir selbst im Land erzeugen können, zählt. So muss sehr schnell der Weiterbetrieb von bis zu sechs deutschen Kernkraftwerken und die Verstromung der heimischen Braunkohle ideologiefrei ermöglicht werden. Ohne die Nutzung der eigenen Ressourcen wird unsere Abhängigkeit weiter steigen, wird es Engpässe geben. Unsere Betriebe brauchen Energiesicherheit und Preisstabilität! Dafür müssen alle Joker gezogen werden, ansonsten drohen Insolvenzen, Abwanderung und Aufgabe von Betrieben. Der Wirtschaftsstandort gerät ins Straucheln, und die Menschen können ihre Energierechnungen nicht mehr bezahlen. Um die Energieverknappung nicht weiter zu forcieren, müssen auch Sanktionen, die uns in Deutschland schaden, auf den Prüfstand. Es ist unredlich, wenn die Regierung jeden Kubikmeter Erdgas aus Russland sehnsüchtig erwartet – und andererseits meint, dass die Menschen in Ostdeutschland trotz zu erwartender Versorgungslücken und massiven Arbeitsplatzverlusten ein freiwilliges Ölembargo aus der Pipeline 'Druschba' akzeptieren müssen.“