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Neubeginn

64-Jährige findet in Prenzlau, wonach sie sich lange sehnte

Prenzlau / Lesedauer: 2 min

Eine Reihe von Zufällen und der Mut für einen Neubeginn machten eine kunstaffine Personalentwicklerin zur Wahluckermärkerin. Ihr größter Wunsch ging damit in Erfüllung.
Veröffentlicht:10.02.2024, 18:32

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Esther Wolfram wurde vor 64 Jahren in Wales geboren. Als Kind wächst sie in Berlin auf und lebt dann mit ihrem Mann viele Jahre in München. Es gefiel dem Ehepaar im Süden, erzählte sie. Doch mit den Jahren sehnt sich die Personalentwicklerin nach Stille und Weite.

Zufällig Bahnhofspionier geworden

Durch einen Zufall entdeckte sie im Internet die Möglichkeit eines Raumstipendiums als Prenzlauer Bahnhofspionier und war sofort begeistert. Denn in ihrer Freizeit widmet sich die 64-Jährige gern der Kunst. Sie malt selbst Bilder in unterschiedlichen Größen, fertigt Miniskulpturen und arbeitet mit Stoff. 

Ein Raum, den sie als Atelier nutzen könnte, das wäre perfekt, dachte sie. Die Aussicht auf die Gemeinschaft mit anderen Gleichgesinnten und das Netzwerk, das sich daraus geben würde, trugen zu der Entscheidung zur Anmietung in Prenzlau bei. Zumal ihr Mann in diesem Zeitraum ein Jobangebot für Berlin bekam. 

Hier entfaltet die 64-Jährige ihre Ideen. 
Hier entfaltet die 64-Jährige ihre Ideen.  (Foto: Cindy Mutschler)

"Ganz ehrlich, ich wollte nicht wieder in die Hauptstadt zurück. In Gesprächen mit meinen Verwandten aus Seehausen - dort ist auch die Ruhestätte meiner Eltern - entstand die Idee, sich in der Uckermark nach einem neuen Wohnsitz umzusehen", erzählte Esther Wolfram.

Fügung des Schicksals

Ihre Familie gab ihr letztlich den Hinweis auf die Wohnbau GmbH Prenzlau. Sie beschrieb das damalige Wohnungsangebot für das neuerrichtete Schützen Quartier als regelrechte Fügung. "Wir hatten nicht viel Zeit, uns zu entscheiden und brauchten sie auch nicht. Im Juni 2023 zogen wir in unsere wunderschöne Wohnung. Von unserer Terrasse haben wir einen unglaublich weiten Ausblick inklusive Sonnenauf- und -untergang".

so schön ist der Ausblick von der Dachterrasse einer Wohnung im Prenzlauer "Schützen Quartier".
so schön ist der Ausblick von der Dachterrasse einer Wohnung im Prenzlauer "Schützen Quartier". (Foto: Cindy Mutschler)

Beiden arbeiten hauptsächlich im Homeoffice und müssen nur noch selten nach Berlin fahren. "Wir fühlen uns so wohl hier in der Uckermark. Die Natur und der See liegen quasi vor der Tür. Ich verschicke regelmäßig Bilder an meine Freunde, sie können nicht glauben, dass es unsere neue Heimat ist. Alle vermuten, wir wären im Urlaub", sagte sie strahlend.

Kontaktaufnahme erwünscht

In zwei Jahren möchte sie in den Ruhestand gehen und hofft, dass sie bis dahin ihr Angebot als Bahnhofpionier weiter festigen kann. Sie sagte, dass sie jetzt schon sehr dankbar sei, die bunte Truppe kennengelernt zu haben. Esther Wolfram sucht weiterhin Menschen, die sich für Malerei oder für ein berufliches Coaching interessieren. Es gebe viel Platz, um sich flexibel auszuprobieren und die eigene Persönlichkeit zu entfalten. "Ich bin offen für Neues, jeder kann sich einbringen und in lockerer Atmosphäre malen", erklärte die Künstlerin, die mit ihren Bildern das alte Bahnhofsgemäuer verschönert hat. 

Kontakt: [email protected]