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Barrierefreier Urlaub in der Uckermark

Templin / Lesedauer: 3 min

Touristische Leistungsträger können ihre barrierefreien Angebote dokumentieren und bewerben lassen. Für Betroffene ist das nützlich bei der Wahl des Urlaubsortes.
Veröffentlicht:15.12.2023, 11:01

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Die Tourismus Marketing Brandenburg  ermöglicht anhand eines landesweiten Kennzeichnungssystems „Brandenburg für Alle“ eine bessere Orientierung für Urlauber und Gäste mit Beeinträchtigungen. Mit Piktogrammen können Touristiker auf  ihre barrierearmen oder -freien Angebote für Menschen mit Mobilitäts-, Seh-, Höreinschränkungen oder auch mit geistiger Behinderung oder mit Allergien oder speziellem Ernährungsbedarf aufmerksam machen. Gerade haben dazu bei Leistungsanbietern in der Region Templin Erhebungen vor Ort, im Museum für Stadtgeschichte und im Hotel zum Eichwerder, stattgefunden. Bis zu diesem Zeitpunkt waren in der Uckermark 17 Beherbergungsanbieter, sieben Gastronomiebetriebe und 19 Freizeiteinrichtungen in die landesweite Datenbank aufgenommen worden, berichtete die Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Uckermark GmbH (tmu), Anet Hoppe.

Geschulte Erheber prüfen die Daten

Weitere Anbieter in der Uckermark könnten sich dem Kennzeichungssystem gern anschließen. Dazu vereinbaren sie einen Termin mit geschulten Erhebern der Tourismusakademie Brandenburg vor Ort, die die Infos zur Barrierefreiheit persönlich dokumentieren. Insgesamt 800 Angebote sind im Land bereits vor Ort besucht und die Barrierefreiheit überprüft worden. Lediglich bei Angeboten für Gäste mit Allergien und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten reiche eine Selbstauskunft des Anbieters.

Nach drei Jahren Aktualisierung

Für die Datenerhebung und einen drei Jahre gültigen Eintrag  unter www.barrierefrei-brandenburg.de und auf www.reiseland-brandenburg.de werden durch die Tourismus-Marketing Brandenburg einmalig 50 Euro plus Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt. Nach drei Jahren werden die Daten kostenlos aktualisiert. 

Hilfe für Menschen mit Handicap

Für Menschen mit Beeinträchtigungen sind solche Informationen für die Reiseplanung besonders wichtig. Schließlich müssen sie im Vorfeld vieles abchecken, wenn ihre Verschnaufpause vom Alltag nicht in einer bösen Überraschungen enden soll. Zum Beispiel wenn die Zufahrt zum Hotel für Rollstuhlfahrer geeignet ist, die Zimmer aber nur über Treppen erreichbar sind.

Was heißt barrierearm?

Die tmu hat auf ihrer Internetseite verschiedene Checklisten zusammengestellt, aus denen Leistungsträger erfahren, was nötig ist, um Menschen mit Handicaps den Zugang zu ihren Angeboten zu ermöglichen. Das reicht von Ausschilderungen über Türbreiten, die Höhe von Tresen, unterfahrbare Tische, leicht zu öffnende Türen, notwendige Bewegungsflächen für Rollifahrer bis hin zu Hinweisen zur barrierearmen Gestaltung von Wanderwegen. Vieles, was Erwachsenen mit Handicap hilft, bedeutet oft zugleich mehr Komfort für ältere Menschen und Familien mit kleinen Kindern, die gemeinsam Ausflüge unternehmen wollen. 

Oft ganz individuelle Bedarfe

Grundsätzlich gehe es dabei gar nicht um hundertprozentige Barrierefreiheit, sondern um bessere Informationen. Jeder einzelne Gast oder Besucher habe ohnehin seine ganz eigenen Bedürfnisse und Grenzen, sagt Anet Hoppe.  Die Intentionen und Möglichkeiten der Leistungsträger sind dabei durchaus unterschiedlich. Die einen wollen ihr Gesamtangebot barrierefrei ausrichten, andere nähmen sich des Themas je nach eigenen Voraussetzungen Stück für Stück an. Manche benötigen die Datenerhebung als Nachweis für einen Fördermittelgeber.

Wichtige Daten für Kurortkonzept

Ein Großteil der Anbieter in der  Uckermark habe in der Vergangenheit bereits Daten erheben lassen. „Teilweise liegen die Erhebungen und auch damit einhergehende Aktualisierungen jetzt schon einige Jahre zurück“, erklärte die tmu-Chefin. Für die Regionen Lychen und Templin seien aktuelle Daten gerade besonders wichtig, weil beide Städte derzeit an der Fortschreibung der Erholungsort- beziehungsweise der Kurortentwicklungs- und Tourismuskonzeption arbeiten und sie die Daten zur Ermittlung künftigen Handlungsbedarfes benötigen. Interessierte Anbieter aus der Uckermark können sich jederzeit an die Geschäftsstelle der tmu GmbH in Prenzlau wenden. 

Kontakt: [email protected]

https://www.tourismus-uckermark.de/barrierefreiheit/