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Gegen Gasbohren

Bürgerinitiative muss Demo verschieben

Templin / Lesedauer: 1 min

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, sagt die Bürgerinitiative gegen Gasbohren Zehdenick-Templin-Gransee. Ihr Anliegen bleibt trotz Coronakrise akut.
Veröffentlicht:23.03.2020, 08:49

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Die Bürgerinitiative gegen Gasbohren Zehdenick-Templin-Gransee hat mitgeteilt, die für Mai geplante Demonstration gegen das Gasbohren im Untersuchungsgebiet Zehdenick Nord leider auf unbestimmte Zeit verschieben zu müssen. „Aber sie wird stattfinden, noch größer und unüberhörbar für unsere Landesregierung“, kündigte Sprecherin Ulrike Werner an.

Die Bürgerinitiative sieht dafür großen Rückhalt in der Region. „Alle betroffenen Städte haben sich durch Beschlüsse, Stellungnahmen und Protestbriefe gegen dieses Projekt ausgesprochen“, erinnerte sie.

Uckermark vor Schaden bewahren

Angesichts der anzunehmenden Folgen der Corona-Pandemie sieht die Bürgerinitiative die Gefahr, dass die Firma Jasper Resources der Region den Rest geben könnte mit „ätzenden Bohrtürmen, Aufbereitungsanlagen, Umweltgiften und Erdbeben“. Die Bürgerinitiative beruft sich dabei auf allein drei Störfälle, die dieses Jahr schon wieder aus Niedersachsen im Zusammenhang mit der Förderung von Kohlenwasserstoffen gemeldet wurden: einen Lagerstättenwasser-Austritt bei Hannover, ein Erdbeben der Stärke 1,9 im Landkreis Diepholz und einen Nassölaustritt im Landkreis Gifhorn.

Nach den Recherchen der Bürgerinitiative sollen allein zwischen 2014 und 2018 rund 220 000 Kubikmeter Lagerstättenwasser ausgetreten sein. Vor solchen Szenarien will die Bürgerinitiative die Uckermark bewahren.