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Hilfsbereiter Patient

Carolin und Janne suchen Philipp

Prenzlau / Lesedauer: 2 min

Im Wartezimmer des Arztes kam die junge Mutter mit einem Mann ins Gespräch. Dann ließ dieser ihren Sohn sogar vor. Nun möchte sie ihm persönlich danken.
Veröffentlicht:04.08.2023, 16:37

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Wer schon mal in der Notaufnahme eines Krankenhauses gesessen hat, wird wissen, dass das unter Umständen sehr lange dauern kann. Mehrere Stunden muss man unter Umständen schon einplanen, wenn man dort ärztlichen Rat sucht. Darauf stellte sich auch Carolin Adam ein, als sie mit ihrem Zweitjüngsten in die Klinik nach Pasewalk fuhr.

In Prenzlau gibt es schon lange keine pädiatrische Abteilung mehr. Dafür in der Nachbarstadt einen Bereitschaftsarzt, wo man mit seinem Nachwuchs vorstellig werden kann. Die fünffache Mutter wurde dort sogar positiv überrascht. Und das hatte mit einem anderen Patienten zu tun. „Denn eigentlich wäre dieser junge Mann vor uns dran gewesen“, ließ die junge Frau den Uckermark Kurier wissen: „Wir hätten uns also noch gedulden müssen. Aber ungefragt hat er mir und meinem kleinen Sohn den Vortritt gelassen.“

Schöne Nettigkeit

Sie möchte ihm dafür gern öffentlich danken: „Denn so etwas ist heutzutage alles andere als selbstverständlich.“ In Zeiten, wo jeder zuerst nur an sich selbst denkt, würden solche Nettigkeiten gleich doppelt so viel bedeuten, setzte Carolin Adam hinzu. Die Redaktion kommt dieser Bitte selbstverständlich gerne nach und widmet dem Unbekannten diese Kolumne. Auf dass er diese Zeilen liest oder davon erzählt bekommt und sich dann darüber freut, dass seine Geste so große Freude beschwert hat. Deshalb darf der Beitrag gern geteilt werden.

Dem kleinen Janne gehe es übrigens schon viel besser, ließ die Mama abschließend wissen. Und der junge Mann — er heißt Philipp, so viel weiß die junge Mutter — darf sich auch gern bei ihnen melden. Wir stellen — wenn von ihm gewünscht — den Kontakt her.