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Hospizverein

Das wünschen sich Senioren in der Uckermark vom Leben

Templin / Lesedauer: 2 min

Träume und Lebenswünsche sind kein Vorrecht der jüngeren Generation. Dieser Ansicht ist der Uckermär­kische Hospizverein.
Veröffentlicht:11.11.2021, 10:37

Von:
  • Horst Skoupy
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Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat der Uckermärkische Hospizverein auf das Thema aufmerksam gemacht, dass auch alte Menschen Wünsche an das Leben haben. Im Foyer des Templiner Landsitz-Hotels „An der Buchheide” hatte der Verein Tafeln aufgestellt, auf der in großen Lettern „Bevor ich sterbe, möchte ich...“ stand. Dass die Aufforderung ein legitimes Anliegen ist, zeigt die Resonanz auf die Aktion. Mit bunter Kreide haben Besucher oder aber Bewohner ihre Wünsche aufgeschrieben: „Ein Pferd haben“ ist da zu lesen oder „Ein Hochbeet für meine Blumen bauen“.

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Ursprung dieser Aktion sei der Templiner Gesundheitstag am 23. Oktober gewesen, informierte Steffi Scholer, Koordinatorin des Uckermärkischen Hospizvereins. Der Verein war mit einem Stand und eben dieser Mitmachaktion dort vertreten. Mit dem Anliegen, die Themen rund um Sterben, Tod und Trauer in die Gesellschaft zu holen, trete der Hospizverein öffentlich mit diesen Tafeln auf. „Die Resonanz ist fast durchweg positiv“, sagte Steffi Scholer. „Sicher gibt es erst mal einen kurzen Moment der Irritation. Doch letztlich haben wir alle ein endliches Leben vor uns, und in unserer Arbeit mit Sterbenden machen wir die Erfahrung, dass verpasste Lebensträume oder Chancen den Menschen zu schaffen machen. Also wieso nicht rechtzeitig an die Verwirklichung denken oder zumindest mit dem Träumen beginnen?“, argumentierte sie.

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Cornelia Süßenbach, Direktorin des Landsitz-Hotels, bestätigte, dass die Aktion sowohl von Besuchern als auch Bewohnern gut angenommen worden war. Deshalb waren auch die Tafeln auch über den Gesundheitstag hinaus im Foyer stehen geblieben.