StartseiteRegionalUckermarkDenkmal stark beschädigt - Was nun?

Sicherung nötig

Denkmal stark beschädigt - Was nun?

Lychen / Lesedauer: 1 min

Der Putz bröckelt, die Treppen sind beschädigt: Was soll nur aus dem Ort des Gedenkens in der Nähe des Fürstenberger Tores in Lychen werden?
Veröffentlicht:13.02.2024, 05:00

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Das Denkmal am Fürstenberger Tor in Lychen, das an die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges erinnert, hat auch schon bessere Tage gesehen. Der Putz bröckelt großflächig von dem Obelisken. Auch die Stufen, die ihn umgeben, sind beschädigt. Mittlerweile so stark, dass die Stadtverwaltung handeln muss, so Bauamtsleiter Konrad Thürkow. "Wir werden das Denkmal sichern und die Treppe sperren müssen."

Im Bauausschuss angesprochen

Der Zustand des Denkmals war auch im jüngsten Bauausschuss der Stadtver-ordnetenversammlung Thema. Dort hatte Ausschussvorsitzender Sven Herwig (Fraktion Lychen tut gut), danach gefragt. Bereits 2017 wurde eine Bestandsaufnahme der Schäden an dem Denkmal vorgenommen. Damals beliefen sich die Kosten auf rund 12.000 Euro, um sie wieder zu beseitigen, hieß es aus der Stadtverwaltung.

Auf Nachfrage sagte Konrad Thürkow jetzt, dass der Sockel, auf dem der Obelisk steht, tiefe Risse aufweise. Es dürfte schwierig sein, die Gesamtkonstruktion zu erhalten. Deshalb müsse eine grundsätzliche Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung getroffen werden, nachdem ein entsprechender Antrag als Diskussionsgrundlage eingebracht worden sei. Vorstellbar ist aus Sicht des Bauamtsleiters, die Gedenkplatte zu erhalten, damit der Ort der Erinnerung erhalten bleibe.

Denkmal wurde 1927 errichtet

Zur Historie der Anlage in der Nähe des Fürstenberger Tores hatte der Uckermark Kurier schon einmal Eberhard Kaulich, einen Kenner der Lychener Stadtgeschichte, befragt. „Eingeweiht wurde das Krie-
gerdenkmal am 27.  Oktober  1927“, ließ er wissen. Damals zum Gedenken der 117 Lychener, die im Ersten Weltkrieg gefallen waren. „Der Entwurf stammte vom damaligen Stadtarchitekten Franz Stimm. Errichtet wurde das Denkmal von Mitarbeitern des Lychener Baugeschäftes Wolf“, so Kaulich. 1995 wurde eine neue Tafel an das Denkmal angebracht. Seitdem erinnert es an die Opfer beider Weltkriege.