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Gerichtsbericht

Fehlende Haftpflicht wird bei Polizeikontrolle für 41-Jährigen zum Verhängnis

Uckermark / Lesedauer: 2 min

Ohne Haftpflichtversicherung ein Fahrzeug zu steuern, kann nicht nur im Falle eines Unfalls ziemlich kostspielig werden, musste ein 41-jähriger Mann erfahren.
Veröffentlicht:10.02.2024, 10:09

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Die Hektik des Alltags kann zur Vergesslichkeit führen. Doch bei einer fehlenden Kfz-Haftpflichtversicherung kann das für den Fahrer problematisch werden. Das musste auch ein Mann aus Polen erfahren, der mit seinem Pkw Volvo bei einer Polizeikontrolle in der Uckermark die Police nicht vorzeigen konnte. Eine Anzeige wegen Fahren ohne Haftpflichtversicherung war die Folge. Und vom Gericht erging, auf Antrag der Staatsanwaltschaft, ein Strafbefehl in Höhe von 900 Euro. Dagegen wehrte sich der 41-Jährige und legte Einspruch ein.

Steckt derzeit in finanziellen Problemen

In der Hauptverhandlung vor dem Strafrichter in Prenzlau gestand der Angeklagte die Tat ein. Nur die finanzielle Höhe des Strafbefehls monierte er. „Ich weiß, dass ich schuldig bin und akzeptiere auch den Schuldspruch. Nur bitte ich um eine geringere Strafe, da ich derzeit finanzielle Probleme habe", schilderte er. Er habe den Brief von der Versicherung nicht erhalten. Er sei dennoch unterwegs gewesen und die Frist des Versicherungsschutzes lief in dieser Zeit ab. Da er die Prämien nicht bezahlte, habe die Versicherung ihm gekündigt, räumte der Mann ein. „Später habe ich die Versicherungssumme beglichen, aber an dem Tag, an dem ich gefahren bin, hatte ich keinen Schutz. Ich war damals einfach durcheinander und entschuldige mich dafür", sagte der 41-Jährige.

Geständnis und Einsicht positiv bewertet

Die Staatsanwältin wertete das Geständnis und die Einsicht des Angeklagten als positiv. Auch, dass er nicht vorbestraft sei und die kurze Dauer der fehlenden Haftpflichtversicherung. Sie sprach sich für eine Reduzierung der Geldstrafe auf 15 Tagessätze zu je 30 Euro aus. „Damit bin ich einverstanden“, sagte der Angeklagte in seinem Schlusswort. 

Auch die Strafrichterin teilte diese Auffassung und verfügte die Geldstrafe in Höhe von 450 Euro im Urteil. Der Versicherungsbetrag wurde zeitnah bezahlt und es habe nur diesen einen Vorfall gegeben, hieß es in der Begründung. Verbunden mit dem Hinweis, dass die Geldstrafe auch in Raten beglichen werden kann, verließ der Mann erleichtert den Gerichtssaal.