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Sanierung

Feuerwache Boitzenburg wird ein digitales Zentrum

Boitzenburg / Lesedauer: 2 min

Das traditionsreiche Gebäude soll ausgebaut werden. Dafür gibt es Geld.
Veröffentlicht:05.12.2023, 10:21

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Das Boitzenburger Land hat noch bis 14. Januar 2024 Zeit, seine Pläne zur baulichen Sicherung der Alten Feuerwache in Boitzenburg zu qualifizieren. Darüber informierte Kämmerin Miriam Priegnitz auf Nachfrage des Uckermark Kurier. Die Gemeinde hatte sich mit diesem Vorhaben zur Sicherung des historischen Gemäuers am Schmiedeberg bei der Investitionslandesbank (ILB) im Programm „Zusammenhalt“ beworben und die erste Runde des zweistufigen Bewerbungsverfahrens gemeistert. 166 000 Euro stünden damit zur Verfügung. „Gemeinsam mit dem Planer müssen wir jetzt schauen, was damit geschafft werden kann“, so die Kämmerin. Dach und Trockenlegung haben Priorität. Man sei auch mit Handwerkern im Gespräch, um mit realistischen Summen in die Planung zu gehen. 

Bereits im Sommer 2023 hatte die Gemeinde eine Ausschreibung, unter anderem für die Trockenlegung innen und außen, Heizung und Sanitär, Dach, Dämmung und Elektrik, gestartet, aber keine Angebote erhalten. Daraufhin habe man Kontakt zu einem Planer aufgenommen. Der unterbreitete den Vorschlag, den hinteren Garagenteil abzureißen. Der Vorschlag stieß auf vehementen Protest im Ortsbeirat, schließlich hatte der im Sinn, den hinteren Raum zu einem Multifunktionsraum umzubauen, in dem sich Ortsbeirat, aber auch Vereine oder Familien zu Beratungen, Veranstaltungen oder Festen treffen könnten. Bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Planer und Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung sei dieses Ansinnen noch einmal erklärt worden. Der Abriss des Anbaus sei damit vom Tisch, so Priegnitz.

Infostele vor der Tourist-Info

Der vordere Teil, der bereits als Touristinformation genutzt wird, soll bekanntlich als „digitaler Ort“ mit digitaler Infostele außen und digitalen Geräten innen ausgebaut werden. Dafür waren der Gemeinde aus einem anderen Topf 101 400 Euro Fördermittel bewilligt worden, die bis August 2024 auszugeben sind. Die 20 Prozent Anteil für bauliche Investitionen hätten nicht zur Sicherung des Gebäudes gereicht. Allein für die Planungen rechnet die Gemeinde mit Kosten von rund 20 000 Euro.