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In Gerswalde schmeckt die Torte „wie bei Muttern”

Gerswalde / Lesedauer: 3 min

Mit dem „Wiesencafé” hat Manuela Boiok etwas Neues gewagt. Ihre Gäste sind angenehm überrascht vom Angebot und der gemütlichen Atmosphäre im einstigen Zweckbau.
Veröffentlicht:30.10.2021, 15:46

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Bisher seien es vor allem Touristen auf der Durchreise gewesen, die beim spontanen Uckermark-Besuch auf der Suche nach einem kleinen Imbiss oder Kaffee und Kuchen auf ihr „Wiesencafé“ stießen, sagt Manuela Boiok und lacht. Schließlich seien die Ausflügler dann oft überrascht gewesen, denn was sich da in der eher unscheinbaren Kaakstedter Straße 27 verbirgt, ist von außen nicht zu erwarten.

Früher als Büro der Konsum-Genossenschaft und lange Zeit auch als Schulhort genutzt, stand die Baracke zuletzt leer. Manuela Boiok freut sich, dass Familie Schröder – die Grundstückseigentümer – ihr die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben. „So konnte ich am 4. Juni dieses Jahres hier mein Café eröffnen“, erzählt sie und sprudelt förmlich über vor Ideen, die sie noch umsetzen will. Platz ist genug.

Schon jetzt hat das Café etwas vom Charme eines Gemeindetreffs. Zusammen mit Verena Schröder hat sie auch die Idee eines Trödelzimmers entwickelt. „Ab und zu wird es geöffnet, und auf Nachfrage lasse ich auch mal zwischendurch Gäste zum Stöbern rein“, schmunzelt Manuela Boiok und ist überzeugt, „so manches von dem, was wir nicht mehr brauchen, findet vielleicht noch einen Interessenten.“

Kunsthandwerk aus der Region

Auf dem Weg in den Gastraum kommen die Besucher an etlichen Vitrinen und kleinen Schränkchen vorbei, die Kunsthandwerkliches aus der Region präsentieren: von Holzarbeiten bis hin zu Bioseife. „Das kann auch alles erworben werden“, versichert sie und betont, gerade dieses Angebot noch weiter ausbauen zu wollen.

Um neue Kontakte dafür zu knüpfen, will sie die Schließzeit im November nutzen. „Das kann ich nur im Urlaub machen“, versichert sie, denn auch wenn ihr Mann sie moralisch unterstützt, den Cafébetrieb stemmt sie allein. Immer Freitag bis Dienstag jeweils von 9 bis 17 Uhr ist sie in der Saison für die Gäste da.

Apfelholunderbeerentorte ist der Renner

„Freude macht es“, versichert die 57-Jährige, trotz der bis zu zwölf Stunden pro Tag, die für sie schnell mal zusammen kommen. Schließlich wollen das ständig wechselnde Mittagsangebot für den Folgetag vorbereitet und die beliebte Kuchentheke stets aufgefüllt sein. „Meine Apfelholunderbeerentorte ist der Renner der Saison“, verrät sie. „Wer ein Stück davon probiert, bestellt sich oft noch ein zweites nach.“ Die gemütliche Atmosphäre – wie früher bei Muttern in der guten Stube am warmen Ofen – trägt sicher dazu bei, dass sich auch immer mehr Einheimische bei Manuela Boiok wohl fühlen.

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Nach der kurzen Urlaubspause im November plant sie schon einen kleinen Weihnachtsmarkt im Wiesencafé und wer noch ein Weihnachtsfeierkaffeekränzchen organisieren will, kann gern bei ihr anfragen. An diesem Sonntag aber dreht sich alles um Halloween. Mit Einbruch der Dunkelheit locken an der Feuerschale vor dem Café dann Knüppelkuchen und Punsch für die Kinder, derweil sich die Älteren mit Gulaschsuppe und Glühwein verwöhnen lassen können.

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