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Katze nach Wochen endlich wieder zu Hause in Mittenwalde

Mittenwalde / Lesedauer: 2 min

Das Warten hat ein Ende: Eine Familie aus der Ukraine hat ihre Samtpfote wieder. Das Tier war ausgebüxt.
Veröffentlicht:15.08.2022, 18:33

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Vier Wochen lang hatte eine Familie, die seit vier Monaten in Mittenwalde wohnt und wegen des Krieges aus der Ukraine geflüchtet war, nach ihrer Katze gesucht. Das Tier, das sie aus ihrer Heimat mitgemommen hatten, war aus der Wohnung entwischt. Alle Bemühungen, Iriska, so heißt die fünfjährige Samtpfote, zu finden blieben ergebnislos. Bis zum Freitag vergangener Woche, erzählte Sabine Goldmann. Sie unterstützt die Familie, die noch Verständigungsschwierigkeiten hat, und übersetzt für sie. Auf ihrer Mailbox hatte sie mehrere Nachrichten. „Ich kam erst nach 22 Uhr dazu, sie abzuhören.“ Die gute Nachricht: Iriska wurde doch noch in Mittenwalde gefunden.

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Hinter dieser guten Nachricht steckt eine kleine Geschichte: „Eine Frau, die in Mittenwalde Urlaub gemacht hat, erfuhr vom Vermieter des kleinen Ferienhauses, dass im Ort eine Katze gesucht wird.“ Der Vermieter habe ihr den Beitrag im Uckermark Kurier gezeigt, zu dem ein Foto von der vierbeinigen Ausreißerin gehörte. Im Auftrag der Familie hatte sich Sabine Goldmann auch an die Redaktion mit der Bitte um Unterstützung gewandt, nachdem die Katze weder im Tierheim in Prenzlau und noch beim Tierschutzverein in Templin abgegeben worden war.

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Der Tipp, sich ebenso an die Zeitung zu wenden, kam von Heike Rutkowski vom Tierschutzverein. Die Touristin erinnerte sich an den Beitrag, als sie das Tier plötzlich in der Nähe ihrer Fereinkunft sah. „Die ukrainische Familie hatte inzwischen auch Suchzettel im Dorf ausgehängt“, so Sabine Goldmann. Die lange Zeit ohne feste Mahlzeiten müsse das Tier, das eine reine Wohnungskatze ist, hungrig gemacht haben. „Die Frau, die offenbar selbst eine Katze hat, zeigte dennoch viel Geduld und Ausdauer, bis es ihr schließlich gelang, Iriska mit einer Scheibe Wurst anzulocken und erst einmal zu sich zu nehmen.“ Denn die Besitzer des Tieres hatte sie telefonisch zunächst nicht erreicht. Kurzentschlossen habe die Frau daraufhin ein Auto, das in Mittenwalde unterwegs war, angehalten und gefragt, wo denn die Familie aus der Ukraine wohnt. „Der Autofahrer war ihr behilflich und so konnte die Urlauberin das Tier direkt in seinem Zuhause übergeben“, erzählte Sabine Goldmann.

Die Familie sei natürlich überglücklich gewesen. Zumal die Katze nach ihrem Abenteuer nur etwas mitgenommen zu sein schien, nicht aber verletzt. „Und auch ich habe mich sehr gefreut, dass die Geschichte nach so vielen Tagen doch noch ein gutes Ende genommen hat.“