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Straßenbau

Auf diesen Straßen wird demnächst gebaut

Uckermark / Lesedauer: 3 min

In den nächsten Monaten tut sich etwas an besonders schlechten Landesstraßen in der Uckermark. Der Landkreis hat Förderung beantragt und stellt Eigenmittel zur Verfügung.
Veröffentlicht:26.06.2023, 15:28

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Straßensperrungen werden auch in diesem Sommer Thema in Teilen der Uckermark sein, hat Landrätin Karina Dörk (CDU) angekündigt. Grund sind dringend notwendige Bauarbeiten. Finanziert werden die Vorhaben durch Fördermittel, die der Landkreis erhalten habe, und Eigenmittel, die er bereitstelle. Ohne Umschweife machte die Landrätin allerdings auch deutlich, dass sowohl Förderung als auch vorhandene Eigenmittel bei Weitem nicht den Bedarf decken, der generell besteht.

Bauvorhaben kosten Millionen

Ausgebaut werde die Fahrbahn zwischen Bagemühl und der Landgrenze Mecklenburg–Vorpommern, so Karina Dörk. „Unter vierwöchiger Vollsperrung. Baubeginn ist im Juni. Im Juli/August schließen sich Bauarbeiten auf Teilabschnitten zwischen Lindenhagen bis Sternhagen sowie von Warnitz bis zum Abzweig Melzow. Dort wird für die Gemeinde die Bushaltestelle erneuert.“ Im September soll der Abschnitt von der Landesstraße (L) 25 bis nach Bündigershof erfolgen. Kostenpunkt für alles: 1,7 Millionen Euro. Wie die Landrätin außerdem informierte, wird im Juli mit dem vom Land Brandenburg geförderten Ausbau der Ortsdurchfahrt Wollschow, die Bestandteil der Kreisstraße (K) 7316 ist, begonnen. Dafür seien 2,1 Millionen Euro veranschlagt. Das Baugeschehen werde sich bis Mitte 2024 hinziehen.

Abstimmungsbedarf mit dem Landesbetrieb

Handlungsbedarf gebe es ebenso auf der L 252 von der Bundesstraße (B) 198 über Falkenwalde bis zur L 26, machte Karina Dörk deutlich. Über den Umfang der Bauarbeiten habe man sich mit dem Landesbetrieb Straßenwesen abgestimmt. „Ein Vertragsangebot liegt vor. Jetzt müssen für Schwerpunktmaßnahmen noch konkrete Festlegungen getroffen werden.“ Die Landrätin kündigte an, dass den Kreistagsabgeordneten dazu im September eine Beschlussvorlage vorgelegt werden soll. Ein Vertragsangebot bestehe auch mit Blick auf das Straßenbauvorhaben für die L 215 von der L 100 bis zur Kreisgrenze Oberhavel. Doch laut Landrätin habe man noch Erörterungsbedarf mit dem Landesbetrieb.

Planungen haben noch nicht begonnen

Eigentlich war für in diesem Jahr auch die Sanierung der 7,5 Kilometer langen Strecke von Tantow bis zum Anschluss an die L 27 vorgesehen. Leider sei nach der Ausschreibung der Planungsleistungen kein Angebot eingegangen. „Es musste ein neues öffentliches Verfahren eröffnet werden. Ein Büro hat sich gemeldet. Die Entscheidung darüber, ob es den Auftrag bekommt, liegt beim Landesbetrieb. Danach kann mit der Planung begonnen werden“, sagte Karina Dörk. Das bedeute allerdings, dass es 2023 keinen Baubeginn mehr geben werde. Wie die Landrätin erklärte, werden sich die Bauvorhaben auf den drei Landesstraßen künftig auch auf die Straßenunterhaltungskosten, die der Landkreis an die Uckermärkische Dienstleistungsgesellschaft zahlt, auswirken. Sie erinnerte jedoch daran, dass sich diese Straßen in einem sehr schlechten Zustand befinden. „Durch die Baumaßnahmen können wir eine tatsächliche Verbesserung erreichen.“