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Spendenaufruf

Krebspatienten brauchen dringend Blut

Uckermark / Lesedauer: 2 min

Eine Tumor-Diagnose ist längst kein Todesurteil mehr. Aber bei der Behandlung der Betroffenen sind Ärzte auf Unterstützung angewiesen. Im Februar kann man an drei Tagen spenden.
Veröffentlicht:01.02.2024, 14:30

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510.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr neu an Krebs. Vier Millionen Menschen leben laut Stiftung Deutsche Krebshilfe mit dieser Krankheit, tausende davon auch in der Uckermark. Ein Aktionstag soll am 4. Februar dazu beitragen, dass die Erkrankung und Prävention, Behandlung und Heilungsmöglichkeiten nicht aus dem Fokus geraten. Das Thema Blutspende ist dabei eng verknüpft. Denn die betroffenen Patienten haben einen sehr hohen Bedarf für die Transfusion von Blutbestandteilen, wie Erythrozyten, Thrombozyten und Blutplasma.

Hohes Risiko

"Die Gründe hierfür sind vielschichtig", erklärt Kerstin Schweiger, Pressesprecherin beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost: "Tumore haben ein hohes Blutungsrisiko. Auch die Therapien selbst führen zu einem Blutverlust, z.B. im Rahmen von Operationen, oder zu einer Blutarmut -  als Folge von radioaktiver Bestrahlung oder zellschädigender Krebsmedikamente. Deshalb werden allein rund ein Fünftel aller gewonnenen Blutspenden im Bereich der Onkologie benötigt, und der Bedarf an Blutpräparaten steigt." Blutspender seien, so Schweiger, wichtige Unterstützer für Krebspatienten, ihr soziales Engagement unverzichtbar. 

Erkältungswelle wirkt sich aus

Der Blutspendedienst bittet deshalb alle gesunden Menschen in der Uckermark, die angebotenen Blutspendetermine wahrzunehmen. Die winterliche Erkältungs-/Infektionswelle wirkt sich nämlich weiterhin negativ aus. Einfach vorbeikommen können Interessenten allerdings nicht, weil die Buchung einer festen Zeit Vorschrift ist. Das sollte rechtzeitig vorher online passieren. In Schwedt stehen die Mitarbeiter am 7. Februar von 14 bis 18 Uhr im DRK-Zentrum bereit. Am 12. Februar ist die Spende ebenfalls beim DRK in Angermünde möglich von 15 bis 19 Uhr. Den Uckermark-Reigen beschließt Prenzlau, wo der 21. Februar von 14 bis 18 Uhr im Bürgerhaus avisiert ist.

Enorme Fortschritte

Prof. Dr. med. Torsten Tonn, medizinischer Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, versichert: „In der Krebstherapie sind in den letzten Jahren enorme Fortschritte erzielt worden. In vielen Fällen gelingt es heute, den Krebs über einen längeren Zeitraum zu kontrollieren und dem Patienten Lebensqualität zu erhalten. Schon heute wird jede fünfte Blutspende für diese Versorgung benötigt“.

Gesunde Menschen ab 18 Jahren können Blut spenden. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung zur Blutspende jeweils tagesaktuell auf dem Termin geprüft. Bis zu sechs Mal innerhalb eines Jahres dürfen gesunde Männer spenden, Frauen bis zu vier Mal.

https://terminreservierung.blutspende-nordost.de