StartseiteRegionalUckermark▶ Landwirte bringen Freude in den Advent

Weihnachtlicher Zauber

▶ Landwirte bringen Freude in den Advent

Prenzlau / Lesedauer: 2 min

Was für ein Anblick: Am Sonnabend versammelten sich mehr als ein Dutzend Bauern mit schwerer Technik bei McDonalds, um laut hupend nach Nechlin zu fahren.
Veröffentlicht:09.12.2023, 18:50

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Holger Schendel aus Bandelow stand Samstagnachmittag mit rotgefrorenen Fingern an seinem Traktor und verlieh dem darauf montierten Reh aus Stroh den letzten Schliff. Mehr als vier Stunden hatte der Mitarbeiter von Bauer Jacob Wolters mit seinen Kollegen damit zugebracht, den Landwirtschaftsmaschinen weihnachtlichen Glanz zu verleihen.

Mehr als ein Dutzend Erntemaschinen rollten an. 
Mehr als ein Dutzend Erntemaschinen rollten an.  (Foto: Claudia Marsal)

Philipp Nimtz, angestellt bei der Firma Pflanzenbau Fichtner aus Kleisthöhe, war ähnlich erfinderisch gewesen. Gemeinsam mit Freundin Michelle (21) hatte der 24-Jährige einen Schneemann und einen Weihnachtsmann in die Schaufel seines Frontladers gesetzt und mit reichlich Schnickschnack und Leuchtzeug dekoriert.

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Bauernverband organisiert

Ihre Maschine war der Publikumsliebling bei der Lichterfahrt der uckermärkischen Bauern am Wochenende. Auf Einladung des Bauernverbandes hatten sich am Samstag mehr als ein Dutzend Erntemaschinen auf den Weg in die Kreisstadt gemacht. Vor McDonalds empfing Initiatorin Cornelia Schlewitt die Frauen und Männer mit Brot und Kuchen.

Tino Huget liebt seinen Job in der Landwirtschaft. 
Tino Huget liebt seinen Job in der Landwirtschaft.  (Foto: Claudia Marsal)

Das Schmalz dafür hatte die neue Vorsitzende des Verbandes am Abend zuvor noch schnell mit Ehemann Matthias ausgebraten. Ihr kleiner Imbiss ging weg wie warme Semmeln, nicht nur bei den Teilnehmern, zu denen auch die Feuerwehr Prenzlau gehörte.

Cornelia Schlewitt (Mitte) verteilte gemeinsam mit Wenke Möllhoff Schmalzstullen und Kuchen, auch Sebastian Suhr bediente sich.
Cornelia Schlewitt (Mitte) verteilte gemeinsam mit Wenke Möllhoff Schmalzstullen und Kuchen, auch Sebastian Suhr bediente sich. (Foto: Claudia Marsal)

Sohn leider krank

Die Gäste bedienten sich ebenfalls dankbar an den gut gefüllten Tabletts und den warmen Getränken. Mit von der Partie war auch Sebastian Suhr aus Seelübbe mit Frau. Leider nicht mitbringen konnten sie ihr anderthalbjähriges Söhnchen August Wilhelm, der kränklich in der Obhut der Oma daheim bleiben musste: „Sehr, sehr schade, er hatte sich so darauf gefreut.“

Phillipp Nimtz und Freundin Michelle (links) hatten vier Stunden am Schmuck für ihren Trecker gebastelt. Opa und Enkel freuten sich.
Phillipp Nimtz und Freundin Michelle (links) hatten vier Stunden am Schmuck für ihren Trecker gebastelt. Opa und Enkel freuten sich. (Foto: Claudia Marsal)

So wie viele andere Kinder, die mit ihren Familien ins Gewerbegebiet gekommen waren, um die Trecker bei der Abfahrt zu sehen. Ihnen zu winkte auch Tino Huget, der 23-jährige „Kapitän“ eines blankgewienerten „Case Optum“: „Sie alle sollen sehen, was für einen tollen Beruf wie haben und wie wichtig die Landwirtschaft ist." 

Viele Schaulustige waren gekommen. 
Viele Schaulustige waren gekommen.  (Foto: Claudia Marsal)