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Bauernproteste

Landwirte und Unternehmer kritisieren mit Mahnwache Politik der Regierung

Milmersdorf / Lesedauer: 2 min

Statt mit Blockaden bremsten Demonstranten die Autofahrer kurzzeitig aus. "Wir hören nicht auf mit unserem Protest", sagen Landwirte und Unternehmer.
Veröffentlicht:25.01.2024, 12:12

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Wer am Donnerstag den Kreisverkehr in Milmersdorf passieren wollte, musste mit kurzen Stopps rechnen. Dort hatten sich Landwirte und Unternehmer von morgens acht Uhr an mit Traktoren und Lastern auf den Zufahrtsstraßen postiert, um einmal mehr gegen die Politik der Regierung zu protestieren. Anders als sonst blockierten sie allerdings nicht die Straßen, sondern bremsten mit einer Mahnwache den Verkehr aus. Dabei verteilten sie an die Kraftfahrer Flyer mit ihren Forderungen an die Regierung.

Protest geht weiter

"Wir hören mit unserem Protest so lange nicht auf, bis die Regierung uns zuhört", sagte Torsten Deutschmann, Lohnunternehmer aus Haßleben. Man wolle zeigen, dass man weiter präsent sei, auch wenn nach den Großveranstaltungen von Bauern, Spediteuren und Handwerkern in Berlin Berichte in den überregionalen Medien verflachen.

"Es geht schon lange nicht mehr nur um die Landwirte oder Spediteure. Die politischen Entscheidungen der Regierung treffen jeden von uns", so Torsten Deutschmann. Deshalb wolle man mit regionalen Aktionen auf Missstände in der Politik hinweisen. 

Das ist auch Spediteur Mathias Uhde wichtig. Seine Firma CSG Gerswalde sind mit 50 Lastkraftwagen auf den Straßen unterwegs, sechs von ihnen fahren mit Gas. "Die Regierung hat diese Fahrzeuge damals als klimafreundlich gepriesen und als Anreiz zur Anschaffung wurden sie von der Maut befreit. Das ist vorbei. Jetzt haben uns die Mauterhöhungen mit voller Wucht getroffen", erzählte der Verkehrsleiter. Deshalb gehe er gegen die Mauterhöhung der Regierung auf die Straße.

Traktorkorso nach Berlin

Nicht nur regional, sondern auch zentral geht der Protest weiter. So tragen Brandenburger Landwirte am Freitag, dem 26. Januar, ihn mit einem Traktor-Korso nach Berlin, wo sie vor die Parteizentralen fahren, um dort Kundgebungen abzuhalten. In Templin veranstalten Unternehmer und Landwirte am gleichen Tag erneut einen Autokorso und um 16 Uhr eine Kundgebung auf dem Markt.