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Stadion der Freundschaft

Neue Ideen für Templiner Stadion

Templin / Lesedauer: 2 min

Templin möchte das Stadion der Freundschaft zu einer zentralen Sportstätte entwickeln, die von vielen genutzt wird. Dazu wären weitere Investitionen vonnöten. Aber schon den Kunstrasenplatz kann die Stadt nicht aus eigener Kraft stemmen.
Veröffentlicht:01.03.2023, 15:00

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Das Stadion der Freundschaft in Templin soll zu einer zentralen, multifunktionalen Sportstätte entwickelt werden.
Das Stadion der Freundschaft in Templin soll zu einer zentralen, multifunktionalen Sportstätte entwickelt werden. (Foto: Sigrid Werner)

Doch in der Stadtverordetenversammlung zog Fraktionsvorsitzender Bernhard Klausmeyer den Antrag nach kurzer Diskussion doch wieder zurück. Hatte Bürgermeister Detlef Tabbert (Linke) doch schon im Bericht der  Verwaltung auf Ergebnisse einer gemeinsamen Beratung der Vereine Victoria 1914 Templin, Fortuna Templin 96 e. V., Tischtennisverein Templin 92 e. V. und des Tennisclub Rot–Weiß Templin e. V. verwiesen. Dort war darüber diskutiert worden, wie das Stadion, dessen 100–jähriges Bestehen in diesem Jahr gefeiert wird, zu einer zentralen Sportstätte für viele Vereine der Stadt entwickelt werden könnte. Ersten Überlegungen zufolge sei neben dem Kunstrasenplatz als ein weiteres Projekt, die Errichtung einer Traglufthalle für die Volleyballer, ein Tennisplatz, die Verlegung des Vereinssitzes des Tennis–Clubs von der Seestraße ins Stadion sowie der Bau zusätzlicher Sanitäranlagen denkbar.

Der Mittelbereich Templin befindet sich in der Förderkulisse „Lebendige Zentren“ (früher KLS — Kleine Städte und Gemeinden). Das Stadion sei als Projekt dort aufgenommen,  so Tabbert, könnte daraus ab 2025 gefördert werden. Allerdings beträgt der Fördersatz dort nur noch 50 Prozent, statt 90 Prozent wie bei der avisierten Städtebauförderung für den Kunstrasenplatz.

Fachbereichsleiterin Annette Nitschmann versicherte, dass die Stadt, die Sportvereine und Stadtverordneten alle an einem Strang zögen. Die Stadt sei in Widerspruch zum Ablehnungsbescheid zu den Fördermitteln für den Kunstrasenplatz gegangen. Das Land hatte den Bescheid damit begründet, es stünden nicht Mittel für alle zur Verfügung. Die Position bleibe im Haushalt 2023/2024 bestehen mit dem Eigenanteil von rund 210.000 Euro, so Nitschmann.

Fördergrund könnte entfallen

In dieser Situation dem Land zu signalisieren, die Kommune könne das Vorhaben aus eigener Kraft stemmen, sei das falsche Signal, damit würde der Fördergrund entfallen. Diese Dimension wäre auch den Bürgern bei einem defizitären Haushalt nicht zu vermitteln. Schließlich habe man schon die Grundsteuern erhöhen müssen, erinnerte sie. Notfalls müssten Mittel für den Kunstrasenplatz auch über das Programm „Lebendige Zentren“ beantragt werden, was aber eine deutlich höhere Eigenbeteiligung bedeuten würde. 

 "Ziel unseres Antrags war, dass das Problem nicht in Vergessenheit gerät“, sagte Bernhard Klausmeyer offensichtlich zufrieden, dass das nicht der Fall ist und sich die Verwaltung intensiv mit dem Thema befasst.