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Wintereinbruch

Polizisten in der Uckermark bei Unfällen gefordert

Hammelspring / Lesedauer: 2 min

Der von vielen herbeigesehnte Flockenwirbel zu Weihnachten blieb nicht ohne Folgen. Weit über 20 Unfälle nahmen Polizisten bis Freitagmittag auf.
Veröffentlicht:24.12.2021, 13:19

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Der Wintereinbruch am Donnerstagnachmittag in der Uckermark hat einige Kraftfahrer eiskalt erwischt. Obwohl sich die meisten Verkehrsteilnehmer auf die winterlichen Fahrbahnverhältnisse eingestellt hatten, seien Polizisten auf den Straßen und den Autobahnen 11 und 20 am Abend, in den Nachtstunden und bis zur Mittagszeit an Heiligabend nach mehr als 20 witterungsbedingten Unfällen im Einsatz gewesen, informierte Sandra Schmidt, stellvertretende Dienstgruppenleiterin in Prenzlau.

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Bei den meisten kamen die betroffenen Autofahrer mit dem Schrecken davon, sie blieben unverletzt und es blieb bei Blechschäden. Anders als bei einem Unfall auf der Bundesstraße 109. Dort mussten nach einem Unfall zwischen Vogelsang und Hammelspring drei Insassen zweier Fahrzeuge medizinisch versorgt und verletzt in Krankenhäuser gebracht werden. Die 34-jährige Fahrerin eines Kleinwagens hatte auf der verschneiten Straße die Kontrolle über ihr Auto verloren. Der Wagen drehte sich, geriet dabei auf die Gegenfahrbahn, ein entgegenkommender Pkw konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr ihr frontal in die Beifahrerseite. Auch der 39-jährige Fahrer und seine 34-jährige Beifahrerin wurden bei dem Unfall verletzt. Für gut anderthalb Stunden blieb die B 109 voll gesperrt, Feuerwehrleute aus Storkow und Grunewald kümmerten sich um ausgelaufene Betriebsstoffe und beräumten die Unfallstelle.

Bis Freitagmittag blieb auch die Bundesstraße 198 zwischen Prenzlau und Dedelow voll gesperrt. Dort war bereits am Donnerstagabend ein polnischer Lkw ins Rutschen gekommen. Er kam von der Straße ab und kippte auf die Seite. Die Bergungsarbeiten erwiesen sich als schwierig und waren bis in die Mittagsstunden am Freitag im Gange.

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Auch auf den Autobahnen blieb der Wintereinbruch nicht ohne Folgen. So blieben am Donnertagabend bei Schmölln Richtung Penkun gleich mehrere Lkw auf einer Anhöhe liegen. In der Folge stauten sich Fahrzeuge bis nach Pfingstberg. Erst, als gegen 23 Uhr Einsatzfahrzeuge des Winterdienstes die Autobahn beräumten, konnten die Laster weiter fahren und der Stau löste sich langsam auf.

Auf den uckermärkischen Autobahnabschnitten auf der A 11 und A 20 kam es an mehreren Stellen zu glättebedingten Unfällen. Fahrzeuge landeten in den Leitplanken oder in Straßengräben, es kam zu Auffahrunfällen. Unangepasste Fahrweise, Unaufmerksamkeit oder auch fehlende Winterbereifung gehörten dabei zu Unfallursachen.