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Preis und Medaille

Prenzlau zeichnet Tino Fischer und den TSV 62 aus

Prenzlau / Lesedauer: 3 min

Der TSV Prenzlau 62 prägt die Sportstadt Prenzlau über die Uckermark hinaus. Tino Fischer ist nicht nur ein engagierter Feuerwehrmann.
Veröffentlicht:05.06.2023, 16:47

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Die Träger des Preises und der Medaille der Stadt haben auf dem Prenzlauer Stadtfest viel Beifall erhalten. Der mit 2000 Euro dotierte Preis, für den Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) den Vorschlag eingereicht hatte, ging an den Sportverein TSV 62 Prenzlau e. V. Mit der Medaille der Stadt wurde der Vorsitzende des Kameradschaftsvereins der Freiwilligen Feuerwehr Prenzlau Tino Fischer geehrt. Ihn hatten die Kameradinnen Michaela Junghans–Mertens und Claudia Münn vorgeschlagen.

Blickt man auf die Vereinsgeschichte des TSV zurück, so war die Auszeichnung längst fällig. Seit gut sechs Jahrzehnten gibt es den Verein, der seinerzeit unter der Leitung von Hans Krüger als Breitensportgruppe — kurz: BSG — gegründet wurde. Zunächst hatte man sich dem Fußball verschrieben. Gymnastik, Kegeln, Leichtathletik, eine Laufgruppe, Ballsport, Kinder– und Jugendathletik und der Gesundheitssport kamen dazu — und damit auch viele Veranstaltungen und Wettkämpfe in Regie des Vereins, der sich nach der Wende in den TSV umbenannte. Der Straßenstaffellauf ist eines der Aushängeschilder.

Der TSV 62 erhielt den Preis der Stadt.
Der TSV 62 erhielt den Preis der Stadt. (Foto: Stadt)

Zahlreiche Events organisiert

Doch nicht nur mit dem Straßenstaffeltag sorgt der Verein für Strahlkraft — auch über die Grenzen der Stadt hinaus. „Der TSV 62 Prenzlau e. V. ist Ausrichter beispielsweise des Prenzlauer Pokallaufs, des Leichtathletik–Zweikampfes, der Duathlon–Meisterschaften, von Quadrathlon–Europacup und -Weltmeisterschaft in Prenzlau, des Lauf–Cups der Sparkasse Uckermark sowie von Kegel– und Volleyballwettkämpfen und Fußballspielen“, zählte der Bürgermeister in seiner Laudatio auf. Hinzu komme das Engagement in Sachen Städtepartnerschaft: Seit 25 Jahren gibt es eine sportliche Freundschaft zum Lauf–Club LC Uster in der Schweiz; seit 1998 nehmen Prenzlauer Aktive jährlich erfolgreich am Ustermer Greifenseelauf teil.

Auf großen Erfolg kann der Verein zudem im Kinder– und Jugendsport verweisen. Heute zählt er 179 aktive Mitglieder. Seit Januar ist Marlen Littmann die Vorsitzende. Sie trat in die Fußstapfen von Erich Breitsprecher, Gerd Haul, Heiko Siebert, Daniel Zuchowski und Annett Wolff. Die Dankesworte für den Verein sprach Armin Gehrmann, früher auch Sportredakteur des Uckermark Kurier, den man getrost als eines der „Zugpferde“ des TSV 62 bezeichnen kann.

Bei Einsätzen auch sportlich gefordert

Eine gewisse Sportlichkeit muss auch Tino Fischer an den Tag legen. Denn als aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Prenzlau heißt es für ihn, bei Einsätzen blitzschnell zu reagieren. Als er von der Auszeichnung mit der Medaille der Stadt erfuhr, reagierte er so: „Ich mach' das, weil ich Lust drauf habe. Eine Auszeichnung brauche ich doch nicht. Der Preis oder die Belohnung seid ihr, sind Momente, Erinnerungen und Emotionen…“, soll er mit Blick auf seine Mitstreiter gesagt haben. So jedenfalls erinnern sich die beiden Laudatorinnen Michaela Junghans–Mertens und Claudia Münn.

Dabei habe er sich die Auszeichnung wahrlich verdient. Trotz Jobwechsel und damit verbundener Pendelei sei er der Feuerwehr treu geblieben. Im aktiven Dienst, wo er zuletzt erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer absolvierte, wie auch als Vorsitzender des Kameradschaftsvereins, der allerorten in Prenzlau und den Ortsteilen im Einsatz ist. All das, so seine Kameradinnen, organisiere er quasi im Hintergrund.

Historienspektakel und Karate

Zudem mache er beim Historienspektakel mit und sei Trainer beim Karate–Dojo „Zanshin“ Prenzlau e. V. Dafür wurde ihm nun mit der Medaille der Stadt gedankt. Und wie das mit Engagierten so ist: Sie wissen, dass das alles nur möglich wird, wenn andere sie dabei unterstützen. Deshalb gab auch Tino Fischer den Dank an alle, die an seiner Seite wirken, weiter.