StartseiteRegionalUckermarkRegionalausschuss berät über Notfallmaßnahmen

Cyberangriffe

Regionalausschuss berät über Notfallmaßnahmen

Uckermark / Lesedauer: 2 min

Über einen Notfallplan, den Breitbandausbau und die Folgen der Schweinepest in der Uckermark berät am 12. Februar der Ausschuss für Regionalentwicklung.
Veröffentlicht:10.02.2024, 14:12

Artikel teilen:

Die Gefahren für Mobilfunk- und Stromnetze durch Attacken aus dem Internet steigen - auch in der Uckermark. Damit der Landkreis vorbereitet ist, will man jetzt beim Landkreis Uckermark in der Verwaltung ein Notfallmanagement aufbauen. Der Ausschuss für Regionalentwicklung möchte am 12. Februar darüber beraten, ob er dem Kreistag empfiehlt, dafür 180.000 Euro zusätzlich freizugeben. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Haus 4, Raum 301 der Kreisverwaltung in Prenzlau, Karl-Marx-Straße.

Notfallmangement für Kreisverwaltung

Mit dem Notfallmanagement soll der Gefahr von Angriffen auf die Infrastruktur begegnet werden. 2024 sollen bereits Volkshochschulen, Handwerkskammern, IT-Dienstleister, Krankenhäuser und Pflegedienste in Deutschland erfolgreich attackiert worden sein. Die Kreisverwaltung befürchtet, dass es nur eine Frage der Zeit sei, wann sie, trotz ihrer bestehenden Sicherheitsmaßnahmen, von einem Angriff betroffen sei.

Angriffe auf Infrastruktur

In der Beschlussvorlage wird ein ganzer Strauß von Gefahren für das tägliche Handeln der Verwaltung aufgezählt. Da ist von Gebäude- und Infrastrukturausfall wie durch Brand, Stromausfall, Blitzschlag, Heizungsausfall, Wasserschaden, Sabotage oder ähnlichem die Rede. Ebenso fürchtet man extreme Wetterereignisse wie schweren Sturm, starke Niederschläge oder massiven Schneefall. Und auch auf die nächste Pandemie möchte man sich vorbereiten, schließlich könnte ein erheblicher Ausfall von Mitarbeitern der Kreisverwaltung ein Handeln der Behörden unmöglich machen.

Wenn man die Weltlage betrachtet, weist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik auch auf die Gefahr der Zerstörung von Netzwerkinfrastruktur wie durch den Ausfall des Internets, Kabelbeschädigungen oder den Ausfall von Landes- oder Bundesnetzen sowie den Telefonleitungsausfall hin.

Reaktion auf Notfälle

Sollte es zu einem oder mehreren dieser extremen Notfälle kommen, hat neben der Einleitung von Soforthilfemaßnahmen zum Schutz von Personen und Ressourcen, die Gewährleistung der Handlungsfähigkeit der Kreisverwaltung die höchste Priorität. Um sich dafür gut vorzubereiten, soll ein externer Dienstleister zurate gezogen werden, der neben einer Risikoanalyse, Handlungsoptionen sowie unter anderem ein Notfallhandbuch und Wiederherstellungspläne erarbeiten soll.

Breitbandausbau und Schweinepest

Hier stehen unter anderem der weitere Breitbandausbau, aber auch das befristete Aussetzen der Trichinenuntersuchungsgebühr im Jagdjahr 2024/2025 und optional für das Jagdjahr 2025/2026 aufgrund der Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest auf der Tagesordnung.

Weiterhin stehen Grundstücksübertragungen der Rettungswachen in Schönermark, Gerswalde und Hohengüstow an die Uckermärkische Dienstleistungsgesellschaft mbH (UDG mbH) zur Beratung an. Entscheiden wird letztendlich der Kreistag darüber.