StartseiteRegionalUckermarkSchließlich sind's noch 31 Jahre bis zur Rente

Maurer schwimmt sich gesund

Schließlich sind's noch 31 Jahre bis zur Rente

Prenzlau / Lesedauer: 3 min

Falko Hoppe macht einen Knochenjob: Deshalb muss der Bauarbeiter dafür sorgen, dass er lange fit bleibt. Dem Uckermark Kurier verriet er sein Rezept.
Veröffentlicht:18.09.2023, 17:07

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Falko Hoppe hält sich fit. Um seinen körperlich anspruchsvollen Job als Klinkermaurer zu meistern, setzt der 36-Jährige vor allem auf Sport. Aktuell ist der kinderlose Single so oft es geht im Wasser zu finden. Dem Schwimmtraining sind zwar Grenzen gesetzt, weil der Warnitzer für den Beruf regelmäßig auf Montage geht, also von Montag bis Donnerstag nicht in seinem Heimatdorf am Oberuckersee sein kann. Aber jede freie Minute in der Freizeit verbringt Falko Hoppe dann an seinem Lieblingsplatz. Der gelernte Metallbauer joggt auch sehr gern und hatte sich 2022 sogar für den UckerMarsch in Prenzlau angemeldet. Mit hunderten Gleichgesinnten um den Uckersee zu wandern, das gefiel ihm gut.

Meist hat der Uckermärker die Badestelle in seinem Heimatort für sich allein.
Meist hat der Uckermärker die Badestelle in seinem Heimatort für sich allein. (Foto: Privat)

Training fürs Immunsystem

„Sport und Wellness sind mir sehr wichtig“, versichert der Uckermärker: „Vor allem das Schwimmen, denn das dient nicht nur der Erholung, sondern eignet sich hervorragend zur Stressbewältigung. Außerdem ist es gut für Rücken und Kreislauf. Ich springe deshalb regelmäßig in den See, mindestens bis in den Oktober hinein. Aber ich will ab diesem Jahr versuchen, es auch an den kalten Tagen durchzuhalten. Denn das ist wirklich das beste Training fürs Immunsystem.“ Bis jetzt ist der Warnitzer nur ganz selten krank. Und das soll auch so bleiben. Mehr als drei Jahrzehnte im Job liegen schließlich noch vor ihm. Das generelle Rentenalter wird bis 2031 auf 67 Jahre hochgesetzt.

Weil die Menschen im Schnitt älter werden, beginnt der Renteneintritt erst später.
Weil die Menschen im Schnitt älter werden, beginnt der Renteneintritt erst später. (Foto: © Ingo Bartussek)

Immer später in Rente

Die Menschen in Deutschland gehen laut dpa im Schnitt bereits jetzt immer später in Rente. So stieg im vergangenen Jahr das Alter des Rentenbeginns im Schnitt auf 64,4 Jahre, wie der neue Rentenatlas zeigt. Hauptgrund für den Anstieg ist, dass die Altersgrenze für eine abschlagsfreie Rente für besonders langjährige Versicherte gestiegen ist. Im August vermeldete der Nordkurier, dass das Zugangsalter zu Altersrenten bei Männern im Jahr zuvor noch bei 64,1 Jahren und 2001 erst bei 62,4 Jahre lag. Bei den Frauen stieg es von 62,5 Jahren 2001 und 64,2 Jahren 2021 auf wie bei den Männern 64,4 Jahre. Im vergangenen Jahr lag die Altersgrenze bei 64 Jahren. Ab Geburtsjahrgang 1964 gibt es die abschlagsfreie Rente dann frühestens mit 65 Jahren.

Frühverrentung soll abgeschafft werden

Mit Blick auf die enormen Summen, die die Rentenkasse aus Beiträgen und Steuern braucht, hatte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger eine sofortige Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährige Versicherte gefordert. Die Chefin der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, ist für eine Abschaffung von Frühverrentungsprogrammen für ältere Beschäftigte in deutschen Firmen. 

So hatte sich auch die „Wirtschaftsweise“ Veronika Grimm laut dpa zuletzt dafür ausgesprochen, das Renteneintrittsalter bei steigender Lebenserwartung automatisch anzuheben. Wohl dem, der da lange fit und gesund bleibt. Vor allem in Knochenjobs wie dem von Falko Hoppe dürfte das eine enorme  Herausforderung sein.