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So hält der Chef sein junges Team bei Laune

Prenzlau / Lesedauer: 3 min

Insgesamt 60 Frauen und Männer stehen bei der Steinhage Landtechnik GmbH in Lohn und Brot. Die Belegschaft verjüngt sich zusehends, die Fluktuation ist gering.
Veröffentlicht:02.04.2023, 18:30

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Viele Firmen haben hierzulande die Lehrlingsausbildung mangels geeigneter Bewerber bereits eingestellt: entweder weil sich gar keine Schulabgänger mehr melden oder aber deren persönliche Voraussetzungen nicht den hohen Anforderungen genügen. Was das anbelangt, kann die Steinhage Landtechnik GmbH glücklicherweise nicht mitreden, wie deren Chef dem Uckermark Kurier versichert.

An den drei Standorten in Seelübbe, Haßleben und Schmarsow sind aktuell sieben Azubis im Einsatz. Ab August bekommen hier vier weitere Lehrlinge ihr Rüstzeug fürs berufliche Leben vermittelt.

Mit elf angehenden Gesellen ist der Betrieb für die Zukunft gut gerüstet. Die Fachrichtung Land– und Baumaschinen–Mechatroniker  steht offenbar hoch im Kurs bei jungen Leuten, freut sich Geschäftsführer Andreas Neumann: „Wir hatten so viele Nachfragen, dass wir Interessenten sogar absagen mussten.“ Lediglich einen Platz für einen Lageristen in spe hätte das Unternehmen in diesem Jahr noch frei, verrät der Prenzlauer. Kurzentschlossene können sich gerne melden, betont der 38–Jährige. Er selbst war 2018 mit einem BWL–Abschluss zunächst als Verkaufsleiter in der mittelständischen Firma eingestiegen. Seit Januar 2022 hat er den Hut auf als Chef für 60 Kollegen in der Uckermark und Vorpommern–Greifswald.

Umsätze gesteigert

In seinem ersten Jahr in dieser Führungsposition habe man die Umsätze weiter steigern können, trotz schwierigster wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, wie Andreas Neumann sagt: „2022 war ein gutes Jahr.“ Und das, obwohl es in der Region die größte Wettbewerbsdichte der Branche deutschlandweit gebe. In 50 Kilometern Umkreis seien alle namhaften Anbieter vertreten, das mache die tägliche Arbeit anspruchsvoll, so Neumann.

Der meiste Umsatz wird in der Land- und Kommunalwirtschaft gemacht.
Der meiste Umsatz wird in der Land- und Kommunalwirtschaft gemacht. (Foto: Jens Büttner)

Umso stolzer ist der Geschäftsführer auf sein kompetentes Team, welches letztlich für diesen Erfolg verantwortlich sei, wie er sagt. Gemeinsam habe man Hürden wie die immer noch andauernden Lieferschwierigkeiten, Corona–Auflagen und Fachkräftemangel meistern können, setzt Andreas Neumann hinzu.

Ihn freut vor allem, dass die Fluktuation so gering ist in der Belegschaft. Ein Zeichen dafür, dass man personalpolitisch viel richtig mache. „Bonbons“ seien beispielsweise familienfreundliche Arbeitszeiten, Zuschüsse zur Kinderbetreuung der Mitarbeiter und diverse andere Vergünstigungen, zählt Neumann auf.

Noch Jobs frei

Noch habe man Platz an Bord, ergänzt Juliane Lau, Assistentin der Geschäftsführung, die schon ihr zehnjähriges Betriebsjubiläum feierte. „Gute Leute sind immer willkommen“, unterstrich ihr Chef. Der Betrieb ist Händler und Dienstleister für Landwirtschafts–, Kommunal– und Gartentechnik.

Sein Event am  Wochenende richtete sich insbesondere an die privaten Kunden. Den meisten Umsatz macht die Firma aber mit den Bauern. In Kürze werden vier Mähdrescher mit einem Stückpreis von je über 750 000 Euro ausgeliefert. Andreas Neumann hofft, dass die Stimmung in der Landwirtschaft weiter gut bleibt.