StartseiteRegionalUckermark▶ So toll musiziert der Nachwuchs in Malchow

Internationaler Kirchenpreis

▶ So toll musiziert der Nachwuchs in Malchow

Malchow / Lesedauer: 3 min

Kaum zu glauben, dass die Teilnehmer allesamt noch im jugendlichen Alter sind: Was sie in Malchow zu Gehör brachten, war absolute Spitzenklasse.
Veröffentlicht:26.06.2022, 17:15

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Der jüngste Solist des zwölften Internationalen Malchower Kirchenpreises war erst elf Jahre alt und wurde noch von seiner Mama zum Auftritt begleitet. Nichtsdestotrotz zog Grzegorz Mitschke die Zuschauer sofort in seinen Bann. Seit vielen Jahren schon spielt der Viertklässler Klarinette. Am Sonnabend nun wurde sein fleißiges Üben belohnt. Der Elfjährige fuhr mit einem dritten Preis heim nach Stettin.

Über die selbe Platzierung freuen durften sich auch der begnadete Opernsänger Alexander Kalischewski (16), der mit Ernesto de Curtis’ „Torna a Surriento” brillierte, die Klarinettistin Dominika Strozyk, die Sängerin Urszula Bytniewska-Judasz, das Querflöte/Klavier-Duo Felizia Darsow und Mirea Thederahn (beide 14), Xylophonspieler Max Dietz (22), die 15-jährige Sopranistin Hanna-Lisa Karbe, Violinistin Marta Zwirko (15) sowie das Klaviertrio Lena Bytniewska-Judasz, Maksymilian Wasilewski und Maja Golema.

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Je einen der von der Uckermärkischen Kulturagentur gestifteten „Sonderpreise Ensemble” erspielten die Geschwister Erasmus (15), Auguste (16) und Wilhelmine Koch (18) als Klaviertrio sowie das Bläser-Quintett mit Aren Jahn, Jennifer Schimmel, Marcel Rost, Hannes Maier und Patrick Foy. In Abwesenheit mit dem „Verkündigungspreis” – gestiftet von den Gemeindekirchenräten des Pfarrsprengels Schönfeld – ausgezeichnet, wurde das Geangsduo Josefin Lüder und Viola Alikay. Der erst 15-jährige Organist Erik Mörke überzeugte die Jury dermaßen, dass er den mit 500 Euro dotierten „Orgel-Sonderpreis” der Stiftung Uckermärkische Orgellandschaft verliehen bekam.

Den von der Sail International School Stettin gestifteten Sonderpreis nahm das kleine Schulorchester mit nach Hause. Der Motivationspreis ging 2022 an Chris-Nor Schleer (13) und Jakob Leder (16), die mit einer Trompete-Klavier-Darbietung überzeugten. Verdient den zweiten Hauptpreis gewann der Templiner Felix Gröger, der schon als kleines Kind musiziert hat und sich aktuell auf sein Musikstudium vorbereitet. Der 19-Jährige spielte so grandios Fagott, dass das Publikum anhaltend applaudierte.

Ähnlich begeistert reagierten die Zuschauer beim Spiel von Milosz Otto (17) und Irena Kielbasinska (15), die mit Klarinette und Klavier Gershwin-Melodien zu Gehör brachten. Das Paar nahm den ersten Hauptpreis in Empfang.

Honorige Gratulanten

Stiftungsvorstand Prof. Dr. Reinhard Büchsel aus Berlin gehörte mit dem Akademischen Rat Dr. Dr. Benjamin Hasselhorn aus Würzburg zu den ersten Gratulanten. Beim Abschied wurde eine Kollekte gesammelt, die die hohen Unkosten des Musikwettbewerbes mit decken soll. Pfarrer Thomas Dietz bedankte sich in diesem Zusammenhang noch einmal bei allen privaten Spendern, die es ermöglicht hatten, die Nachwuchstalente aus der Region zu reich zu beschenken und so eine hochklassige Veranstaltung auszurichten.

Im Anschluss des Konzertes wurden alle Besucher zu einem kleinen Umtrunk eingeladen. Das 16. Stiftungsfest fand seinen Abschluss am Sonntag mit einem Gottesdienst in Göritz sowie einem anschließenden Mittagessen im Labyrinthpark, zu dem die ganze Gemeinde eingeladen war.