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Joachimsthalsches Gymnasium

Start zur Bauleitplanung für europäische Schule

Templin / Lesedauer: 2 min

Die Dachsanierung am Gebäude des Joachimsthalschen Gymnasium sind noch in vollem Gange, da werden die Weichen schon für weitere Arbeiten gestellt.
Veröffentlicht:05.12.2023, 11:44

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Auf der Stadtverordnetenversammlung am 13. Dezember in Templin werden die Abgeordneten über den Antrag der Gebäudestiftung zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gelände des ehemaligen Joachimsthalschen Gymnasiums entscheiden. Das Areal soll künftig für eine europäische Internatsschule genutzt werden. Planungsziel sei die Aktivierung der vorhandenen Bausubstanz auf dem Gelände des Joachimsthalschen Gymnasiums, heißt es in dem Antrag. Außerdem sollen eine Mensa, eine Agora als zentraler Treffpunkt, eine Forschungswerkstatt, eine Zweifeldsporthalle, ein „Haus der Sinne“, ein Gewächshaus, ein Betriebshof, ein Standort für eine freiwillige Feuerwehr und kleinere Anbauten neu errichtet werden.

Gesamtschule für 450 Schüler

Mit der Bauleitplanung sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, an diesem 4,8 Hektar großen Standort künftig mindestens 450 Schüler, davon 300 Internatsschüler  und etwa 150 externe Schüler aus der Region beschulen zu können“, erläuterte Vorstandsmitglied Gabriele Förder-Hoff vor den Mitgliedern des Bauausschusses. Die Altbauten auf dem Gelände werden für eine solche Schülerzahl nicht ausreichen. Schließlich wollen die Projektträger mit dieser Internatsschule zugleich die Anforderungen des Landes an eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe erfüllen. 

Start 2029/2030 avisiert

Gabriele Förder-Hoff bestätigte, dass die Stiftung derzeit das Schuljahr 2029/2030 anvisiere, ab dem die Schule gestuft eröffnet werden soll. Beginnen wolle man mit dem Jahrgang der elften Klasse, im Folgejahr könnten Siebentklässler und sowie dann Elft- und Zwölftklässler unterrichtet werden.  Als sachkundiger Bürger fragte Christoph Herfurth, warum im derzeitigen Plangebiet nicht gleich die Fläche für den künftigen Sportplatz mit einbezogen wurde. Gabriele Förder-Hoff informierte, dass sich die Stiftung im Baugeschehen konzentrieren müsse. Die Bauausschussmitglieder empfahlen die Vorlage einstimmig zum Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung.

Bestandssanierung für 60 Millionen Euro

Land (20 Millionen) und Bund (30 Millionen Euro) haben zugesagt, die rund 60 Millionen Euro teure Investition in die denkmalgerechte Bestandssanierung der Bestandsgebäude zu fördern. Zehn Millionen Euro sind als Eigenanteil durch die Stiftung zu erbringen. Für die geplanten Neubauten sei man gerade dabei, weitere Fördermittelanträge zu stellen und Spenden einzuwerben, berichtete die kommissarische Geschäftsführerin der Stiftung, Stine Marie Peisl, auf Nachfrage. Darüber hinaus sei man dabei, die europaweiten Ausschreibungen für die nächsten Schritten vorzubereiten. Die Projektplanung ist bereits ausgeschrieben, weitere Ausschreibungen sollen noch bis Dezember rausgehen.