StartseiteRegionalUckermarkStreit ums Erdgasbohren wird schärfer

Farbbeutelattacke in Zehdenick

Streit ums Erdgasbohren wird schärfer

Zehdenick / Lesedauer: 1 min

Der Protest gegen die Erkundung von Erdgas in Templin/Zehdenick weitet sich aus. Das ist nicht immer im Sinn der Bürgerinitiative.
Veröffentlicht:11.03.2019, 16:07

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Die Bürgerinitiative Templin/Zehdenick hat sich jetzt ganz offiziell von einer Farbbeutelattacke gegen das Wohnhaus eines Wesendorfer Befürworters der Erdgasförderung distanziert. Der Wesendorfer hatte zuvor öffentlich vor einer Hetzkampagne gegen jene gewarnt, die sich nicht der Bürgerinitiative gegen Gasbohren anschließen und zu einer sachlichen Diskussion über die Erdgasbohrung aufgerufen. Im Untersuchungsgebiet Zehdenick Nord hatte zu Beginn des Jahres die Firma Jasper Resources GmbH mit Genehmigung des Landesbergbauamtes mit der Erdgaserkundung begonnen.

Kabel zerschnitten

Bei der Polizeidirektion Nord in Neuruppin ist nicht nur diese eine Sachbeschädigung aktenkundig. Bereits im Februar hatte sie eine Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung in Wesendorf aufnehmen müssen. Damals waren 90 Meter Messkabel mehrmals durchtrennt worden. Die Kabel gehörten einer Leipziger Firma, die die seismische Erkundung im Bereich Zehdenick/Templin durchführt.

Runder Tisch geplant

Die Bürgerinitiative gegen Gasbohren Templin/Zehdenick plädierte angesichts dieser Vorfälle für einen rein friedlichen Protest und hat sich klar von Angriffen auf Personen oder fremdes Eigentum distanziert. Falls Mitglieder der Bürgerinitiative an Sachbeschädigungen beteiligt sein sollten, werden man diese kompromisslos ausschließen. Am Montagabend (11. März) findet in Zehdenick ein Runder Tisch zu dem Thema statt, begleitet von einer Demonstration der Bürgerinitiative im Vorfeld.