Erste Erkenntnisse

Templiner Armbrustschütze ringt um sein Leben

Templin / Lesedauer: 2 min

Ein 37-Jähriger hatte eine 69-jährige Frau angeschossen und schwer verletzt. Die Polizei weiß mehr, als sie sagen möchte.
Veröffentlicht:05.03.2021, 16:17
Aktualisiert:06.01.2022, 21:44

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Es ist vier Tage her, dass ein 37-jähriger Templiner die Kurstadt in Aufregung versetzte und mit seiner Armbrust um sich schoss. Der Mann hatte eine 69-jährige Rentnerin aus nächster Nähe lebensgefährlich verletzt. Ein 40 Zentimeter langer Pfeil mit Stahlspitze bohrte sich in den Hinterkopf der Templinerin, die mit ihrem Einkauf auf dem Weg zu ihrer Wohnung in der Bahnhofstraße war. Die Frau gelang noch in ihre Wohnung und konnte die Polizei alarmieren. Sie wird noch immer im Krankenhaus in Eberswalde behandelt und könnte bleibende Schäden davontragen.

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Der Schütze, der bereits im Juli 2020 mit der Armbrust den Reifen eines Kleinbusses durchschoss, wurde in der Wohnung eines Freundes festgenommen, so Polizeisprecher Roland Kamenz. Gefunden wurde der 37-Jährige schwer verletzt. Es liege nahe, dass er sich die Kopfverletzung mit der Armbrust selbst zugefügt habe. „Es gibt keinen Hinweis auf einen anderen Täter”, so Kamenz. Eine Befragung sei vermutlich noch nicht möglich gewesen. Aus erster Hand war zu erfahren, dass der Mann, der mit dem Rettungshubschrauber ins Unfallkrankenhaus nach Berlin geflogen wurde, intensivmedizinisch behandelt wird. Er schwebt in Lebensgefahr.

Ob der Täter die Frau gezielt anschoss, darüber wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Auskunft geben. Man habe sich bereits ein Bild vom Geschehen machen können. Trotzdem bittet die Polizei, dass Personen, die Aussagen zum Geschehen beisteuern können, sich zu melden.