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Was Prenzlau bei der Digitalisierung bremst

Prenzlau / Lesedauer: 2 min

Laut Onlinezugangsgesetz sollen bis Ende 2022 alle Leistungen der Verwaltung digital verfügbar sein. Prenzlau ist dabei auch von Dritten abhängig.
Veröffentlicht:15.02.2022, 10:27

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Wie für andere Kommunen auch ist die Digitalisierung der Verwaltung für Prenzlau ein großes Aufgabenfeld, obwohl die Kreisstadt seit 2018 Pilotkommune des Projektes Bürger- und Unternehmensservice Brandenburg, kurz BUS-BB, ist. BUS-BB soll eine Vielzahl staatlicher Angebote von Bund, Ländern und Kommunen miteinander verzahnen und sie für Bürger und Unternehmen online zugänglich machen.

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Prenzlau sei beim Entwicklung des Backends zwar schon weit gekommen und sei auf dem Weg zur E-Akte, teilte Prenzlaus Pressesprecherin Alexandra Martinot mit, aber akutell gelte: „Leider sind die Leistungen derzeit auf unserer Homepage noch nicht sichtbar.“ Gegenwärtig beschränke sich das Angebot auf einige pdf-Formulare auf der Website, die zwar online ausgefüllt werden könnten, aber dann per Hand unterschrieben werden müssten. „Eine tatsächliche digitale Beantragung ist bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich“, erklärte Alexandra Martinot.

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Das soll sich aber schon in wenigen Monaten ändern, wenn im Sommer die technischen Voraussetzungen erfüllt sind und die „Kinderkrankheiten beseitigt sind, die es bei der Verknüpfung der Prenzlau-Website mit dem BUS-BB-Systems gebe. „Unser Ziel ist es, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen zu 100 Prozent digital beantragen, formulieren, unterschreiben, weiterleiten und gegebenenfalls auch bezahlen können. Dafür benötigen wir das Service- und Bürgerkonto, welches sich noch in der Erarbeitung durch die Landesregierung befindet“, so die Pressesprecherin. Geplant sei zudem eine Smart-City-App, die verschiedene digitale Leistungen biete. Für die App gebe es schon eine Förderzusage.

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Als weiteres Hindernis bei der Digitalisierung benennt Prenzlau Förderrichtlinien, die nicht dem tatsächlich erhöhten finanziellen oder personellen Bedarf entsprechen. Schließlich seien derzeit auf dem Markt auch Technik und Dienstleister oft nicht verfügbar.