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Liveticker +++ Bombensprengung +++

▶ Weltkriegsbombe in Templin gezielt gesprengt (Video)

Templin / Lesedauer: 8 min

In Templin wurde am Freitag um 10.47 Uhr eine Weltkriegsbombe gezielt gesprengt. Der Live-Ticker des Uckermark Kurier hier zum Nachlesen.
Veröffentlicht:11.02.2022, 05:37

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Am Freitagvormittag ist in Templin eine Bombe sowjetischer Bauart aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges im Templiner Stadion kontrolliert gesprengt worden. Alles verlief vom Zeitplan und der Ausführung planmäßig. Zuvor hatten schon am frühen Morgen die Johanniter mit Fahrzeugen damit begonnen, Bürger mit Handicap aus dem Sperrbereich in die Ersatzquartiere in zwei Turnhallen der Stadt zu bringen.

+++ 350 Leute von Evakuierung in Templin betroffen +++

350 Anlieger der benachbarten Straßen Prenzlauer Allee, Jahn-Straße, August-Bebel-Straße, Friederike-Krüger-Straße, Waldstraße und Franz-Mehring-Straße sowie Zum Vogelsang mussten ihre Wohnungen verlassen. Ab 8 Uhr kontrollierten Feuerwehr und Polizei, ob alle Personen die Häuser verlassen hatten. Ab 10 Uhr durften sich außer den Experten von der Kampfmittelbeseitigung keine Personen mehr im Sperrbereich aufhalten.

Hier das Video von der Sprengung

Für die Sprengung war ein Loch von 2,50 bis drei Meter Tiefe gegraben worden, in dem die Bombe mit Wasser, Balken und ganz viel Stroh abgedämmt war, um sie dann kontrolliert und in der Wirkung stark begrenzt gezielt sprengen zu können.

Schon in den späten Vormittagsstunden konnte der Sperrkreis nach erfolgreicher gezielter Sprengung aufgehoben werden. Bürger, die gleichwohl Probleme haben, können sich unter Telefon 03987 2030 153 an die Stadtverwaltung von Templin wenden.

Mehr lesen: Freitag wird Bombe in Templiner Stadion gesprengt

Der Straßenverkehr auf der B 109 aus Richtung Prenzlau musste zwischen der Milmersdorfer Chaussee und der Kreuzung Robert-Koch-Straße/August-Bebel-Straße und auf einem Teilstück der Prenzlauer Allee sowie in den Anliegerstraßen am Vormittag vollständig ruhen. Auch der Bahnverkehr der Regionalbahnlinie 63 Templin–Joachimsthal war für die Dauer der Sprengmaßnahmen unterbrochen.

Dieser Live-Ticker wurde am Freitagmorgen und -vormittag während der Vorbereitungen und der Sprengaktion laufend aktualisiert.

+++ Hier beginnt der Ticker +++

7:55 Uhr - Sperrung Prenzlauer Allee in Templin

Von 8.00 Uhr bis ca. 12.30 Uhr wird die Prenzlauer Allee wegen der Bombensprengung voll gesperrt sein. Die Busse der Linien 502/503/504/510 und 519 fahren nur ab Templin, ZOB, nicht über Haltestellen im Templiner Stadtgebiet.

Die Haltestellen Petznick und Fährkrug können nicht bedient werden (außer die Linie 502  um 9.05 Uhr ab Templin über ZOB – Vietmannsdorf – Gollin – Milmersdorf – Kreuzkrug weiter nach Prenzlau; die  Linie 502 um 8.08 Uhr ab Prenzlau über Kreuzkrug – Milmersdorf – Gollin – Vietmannsdorf – Templin ZOB sowie die  Linie 504 um 8.05 Uhr ab Templin ZOB – Kreuzkrug weiter nach Gerswalde/Schwedt)

Die Linie 531 verkehrt nicht über Prenzlauer Allee.

Es ist mit Verspätungen zurechnen.


8:00 Uhr - Kein Zugverkehr bei der RB 63

Die Regionalbahnlinie RB 63 zwischen Templin und Eberswalde (Barnim) verkehrt am heutigen Freitag zwischen 8 und 13 Uhr nicht.

8:10 Uhr - Der Sperrkreis

Die Übersichtskarte anbei zeigt den Sperrbereich wegen der Bombenentschärfung in Templin. Bis 9.30 Uhr müssen den Bereich alle Personen, die nicht dienstlich mit der Entschärfung zu tun haben, verlassen haben.

Die Karte zeigt den Sperrbereich für die Bombensperrung. Bewohner müssen diesen am Freitag bis spätestens 9.30 Uhr verlassen haben.
Die Karte zeigt den Sperrbereich für die Bombensperrung. Bewohner müssen diesen am Freitag bis spätestens 9.30 Uhr verlassen haben. (Foto: Stadtverwaltung Templin)

8:22 Uhr - Evakuierung

Seit dem frühen Morgen sichern Feuerwehr, Polizei und andere Dienste den Sperrkreis mitten in Templin. Bis spätestens um 9.30 Uhr soll der gesamte Bereich evakuiert sein.

Seit dem frühen Morgen sind Polizei, Feuerwehr und andere Dienste im Einsatz, um den Sperrkreis zu räumen und zu sichern.
Seit dem frühen Morgen sind Polizei, Feuerwehr und andere Dienste im Einsatz, um den Sperrkreis zu räumen und zu sichern. (Foto: Horst Skoupy)

8:33 Uhr - Viele Dienste im Einsatz

Neben Polizei und Feuerwehr sind in Templin auch viele weitere Rettungsdienste und soziale Organisationen im Einsatz. Die Johanniter helfen dabei, Gehbehinderte aus dem Sperrkreis zu bringen.

Mitarbeiter der Johanniter helfen dabei, Gehbehinderte aus dem Sperrkreis zu evakuieren.
Mitarbeiter der Johanniter helfen dabei, Gehbehinderte aus dem Sperrkreis zu evakuieren. (Foto: Horst Skoupy)

8:42 Uhr - Notquartier in der Sporthalle

Für die Menschen, die zeitweise ihre Wohnungen verlassen müssen, wird gesorgt. Sie können sich während der Sprengaktion in der Sporthalle der Goetheschule aufhalten. Dort stehen auch Getränke und Verpflegung bereit.

Evakuierte können zeitweise in der Sporthalle der Goetheschule unterkommen. Dort gibt es auch ein Angebot an Getränken und Verpflegung.
Evakuierte können zeitweise in der Sporthalle der Goetheschule unterkommen. Dort gibt es auch ein Angebot an Getränken und Verpflegung. (Foto: Sigrid Werner)

8:53 Uhr - Mindestabstände gewährleistet

In der Sporthalle der Goetheschule steht genügend Platz zur Verfügung. Hier können auch die Mindestabstände zum Schutz vor dem Coronavirus eingehalten werden.

In der Sporthalle der Goetheschule steht ausreichend Platz zur Verfügung. Hier können auch die Mindestabstände zum Schutz vor dem Coronavirus eingehalten werden.
In der Sporthalle der Goetheschule steht ausreichend Platz zur Verfügung. Hier können auch die Mindestabstände zum Schutz vor dem Coronavirus eingehalten werden. (Foto: Sigrid Werner)

8:57 Uhr - RB 12 nicht ausgesetzt

Anders als die Regionalbahnlinie RB 63 zwischen Templin und Eberswalde (Barnim) kann die RB 12 zwischen Templin und Berlin weiterhin regulär fahren.

9:04 Uhr - Vorbereitungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei ist schon seit dem frühen Morgen damit beschäftigt, alles vorzubereiten, um die 100 Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert sprengen zu können.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst bereitet seit dem frühen Morgen die kontrollierte Sprengung der Weltkriegsbombe vor.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst bereitet seit dem frühen Morgen die kontrollierte Sprengung der Weltkriegsbombe vor. (Foto: Horst Skoupy)

9:09 Uhr - Weltkriegsbombe sowjetischer Herkunft

Bei dem Sprengkörper handelt es sich um eine Bombe sowjetischer Herkunft. Sie ist vermutlich in der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges 1945 über Templin abgeworfen worden.

Diese Bombe ist bei Bauarbeiten am Templiner Stadion entdeckt worden. Sie kann nicht mehr entschärft, muss gesprengt werd
Diese Bombe ist bei Bauarbeiten am Templiner Stadion entdeckt worden. Sie kann nicht mehr entschärft, muss gesprengt werd (Foto: privat)

9:18 Uhr - Kontrollierte Sprengung geplant

Für die kontrollierte Sprengung der alten Bombe ist auf dem Gelände des Stadtions ein Loch von 2,50 bis drei Meter Tiefe gegraben worden, in dem die Bombe mit Wasser, Balken und ganz vielen Strohballen abgedämmt werden soll. Auf diese Weise sollen die Auswirkungen der Explosion möglichst gut unter Kontrolle gehalten werden.

Die kontrollierte Sprengung der Bombe soll unter anderem mit ganz viel Stroh gesichert werden.
Die kontrollierte Sprengung der Bombe soll unter anderem mit ganz viel Stroh gesichert werden. (Foto: Horst Skoupy)

9:31 Uhr - Evakuierte untergekommen

Die Sporthalle der Goetheschule füllte sich am Freitagmorgen eher allmählich mit Evakuierten. Eine Reihe von Betroffenen ist sicherlich auch privat bei Freunden oder Familienangehörigen außerhalb des Sperrkreises untergekommen.

Etwa gegen 9 Uhr waren die ersten Evakuierten in der Sporthalle der Goetheschule untergekommen.
Etwa gegen 9 Uhr waren die ersten Evakuierten in der Sporthalle der Goetheschule untergekommen. (Foto: Horst Skoupy)

9:45 Uhr - Versorgung gesichert

In der Sporthalle der Goetheschule werden die Evakuierten auch mit heißem Kaffee versorgt. Jens-Uwe Goll (links) und Mario Labahn vom DRK-Ortsverband Melzow sind im Einsatz.

In der Sporthalle der Goetheschule werden die Evakuierten auch mit heißem Kaffee versorgt. Jens-Uwe Goll (links) und Mario Labahn vom DRK-Ortsverband Melzow sind im Einsatz.
In der Sporthalle der Goetheschule werden die Evakuierten auch mit heißem Kaffee versorgt. Jens-Uwe Goll (links) und Mario Labahn vom DRK-Ortsverband Melzow sind im Einsatz. (Foto: Horst Skoupy)

10:01 Uhr - Polizei gefordert

Die Polizeibeamten in Templin sind besonders gefordert. Im Verbund mit der Feuerwehr und anderen Diensten müssen sie sicherstellen, dass auch wirklich alle Menschen - außer mit der Sprengung befasste - den Sperrkreis verlassen. Das sollte bis 10 Uhr erfolgt sein.

Zusammen mit anderen Kräften müssen Polizisten gewährleisten, dass auch wirklich alle den Sperrkreis verlassen.
Zusammen mit anderen Kräften müssen Polizisten gewährleisten, dass auch wirklich alle den Sperrkreis verlassen. (Foto: Horst Skoupy)

10:15 Uhr - Dienste wie die Johanniter unterstützen

Neben Polizei und Feuerwehr sind bei Evakuierungen auch soziale Dienste wie die Johanniter-Unfall-Hilfe oder das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gefragt.

Der Einsatz von sozialen Diensten wie der Johanniter-Unfall-Hilfe ist bei Evakuierungen unverzichtbar.
Der Einsatz von sozialen Diensten wie der Johanniter-Unfall-Hilfe ist bei Evakuierungen unverzichtbar. (Foto: Horst Skoupy)

10:26 Uhr - Absperrungen früher als angekündigt?

Auf einigen Straßen in Templin sollen die Absperrmaßnahmen wohl schon früher begonnen haben als angekündigt. Das jedenfalls berichten User unserer Facebook-Seite "Wir sind Uckermärker".

Auf einigen Straßen hatten die Absperrmaßnahmen offenbar schon früher begonnen als angekündigt.
Auf einigen Straßen hatten die Absperrmaßnahmen offenbar schon früher begonnen als angekündigt. (Foto: Horst Skoupy)

10:59 Uhr - Weltkriegsbombe gesprengt (Video)

Um 10.47 Uhr wurde die 100 Kilogramm-Bombe in der vorbereiteten Grube im Templiner Stadion gesprengt. Ersten Informationen zufolge ist die Aktion in jeder Hinsicht planmäßig verlaufen.

11:23 Uhr - Schaulustige verfolgen Sprengung

Schaulustige vefolgten die gezielte Sprengung von außerhalb des Stadiongeländes in Templin.

Schaulustige verfolgten die Sprengung der Weltkriegsbombe mit Kamera und Stativ.
Schaulustige verfolgten die Sprengung der Weltkriegsbombe mit Kamera und Stativ. (Foto: Sigrid Werner)

11:51 Uhr - Großer Krater

Die Bombe hinterließ einen großen Krater. Aber die Vorbereitungen waren sehr gut gelaufen. Die gesamte Aktion der gezielten Sprengung lief ab, wie sie der Kampfmittelbeseitigungsdienst und die anderen Dienste geplant hatten.

Die alte Bombe hatte immer noch eine gewaltige Sprengkraft. Dank guter Vorbereitung ließ sich die Sprengung aber gut kontrollieren.
Die alte Bombe hatte immer noch eine gewaltige Sprengkraft. Dank guter Vorbereitung ließ sich die Sprengung aber gut kontrollieren. (Foto: Horst Skoupy)

12:21 Uhr - Gezielte Bombensprengung erfolgreich

Die gezielte Sprengung der bei Bauarbeiten im Bereich der Tribüne des Templiner Stadtons entdeckten Weltkriegsbombe ist am Freitagvormittag erfolgreich verlaufen. Die Evakuierung von rund 350 Anwohnern aus dem Sperrbereich rund um die Sportarena erfolgte weitgehend reibungslos. Die Sprengung selbst lösten die Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Polizei gegen 10.47 Uhr aus. Da die Bombe in ihrer Sprengwirkung mit Strohballen, Wasser und Balken gedämpft war, hielten sich die Auswirkungen im geplanten Rahmen. Unvorhergesehene Schäden entstanden nicht.

12:44 Uhr - Aktion abgeschlossen

Sprengmeister René Fleischer erläuterte nach Abschluss der gezielten Aktion die Vorgehensweise des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Polizei.

Sprengmeister René Fleischer erläuterte nach Abschluss der gezielten Aktion die Vorgehensweise des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Polizei.
Sprengmeister René Fleischer erläuterte nach Abschluss der gezielten Aktion die Vorgehensweise des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Polizei. (Foto: Horst Skoupy)

12:52 Uhr - Sprengung erfolgreich beendet

Die Berichterstattung im Live-Ticker zur gezielten Sprengung einer Weltkriegsbombe am Freitag in Templin ist damit beendet.