StartseiteRegionalUeckermünde„Tierschützer“ drohen Wolfsopfer mit dem Tod

Wenn Tierliebe in Hass umschlägt

„Tierschützer“ drohen Wolfsopfer mit dem Tod

Kuhlmorgen / Lesedauer: 1 min

Nachdem offensichtlich ein Wolf zehn Stück Damwild in einem Wildgatter bei Kuhlmorgen getötet hat, sind die Besitzer fassungslos. Der Sohn erhielt sogar Todesdrohungen, weil er sich im Internet gegen die Ansiedlung des Wolfes aussprach.
Veröffentlicht:29.12.2016, 06:32

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Offenbar Wölfe haben in der Ueckermünder Heide über Weihnachten rund ein Dutzend Nutztiere in einem Wildgatter getötet. Der 18-jährige Sohn Max war sofort dorthin geeilt. „Die toten Tiere lagen überall verstreut umher“, berichtet er.

„Du Bastard, geh sterben!“

Der junge Mann postet die Bilder der toten Tiere auf Facebook und spricht sich dort vehement gegen die Ansiedlung des Wolfes in der Region aus. Seine Meldung sorgt für große Resonanz. Da sind manche, die dem Wolf so etwas nicht zutrauen. Andere fühlen mit der Familie, weil sie wissen, wie viel Mühe das Wildgatter gekostet hat.

Allerdings: Ein paar zweifelhafte „Wolfsfreunde“ sprengen die eigentlich recht sachliche Diskussion. „Na du Missgeburt. Du hetzt gegen die Wölfe, ja?! Hoffentlich greifen die dich und deine Sippe mal persönlich an. Vielleicht hast Du ja nix in Deutschland verloren, du Bastard, geh sterben“, postet etwa ein Ronny W. Eine gewisse Daniela H. gibt zum Besten: „Wenn ich dich dreckigen Bastard sehe schlachte ich dich ab wie du es den Tieren antust. Du bist so ein widerlicher Untermensch der es nicht verdient hat überhaupt einen Namen zu tragen geschweige denn zu leben.“

Übrigens, die Hass-Kommentare lässt sich Max nicht gefallen: „Gestern habe ich dagegen Anzeige bei der Polizei erstattet“, sagt er.