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Asbestfunde in Mönkebude: Jetzt handelt der Landkreis

Mönkebude / Lesedauer: 2 min

Offenbar hielt sich die Gemeinde nicht an ihr eigenes Verbotsschild. Nach der Räumung von Asbestplatten wird nun der Landkreis aktiv.
Veröffentlicht:24.05.2023, 17:00

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Nach dem Fund von asbesthaltigen Platten in Mönkebude hat der Landkreis Vorpommern–Greifswald eine Untersuchung des Bodens angeordnet. Die Bodenablagerung sei zusammen mit dem Bürgermeister Andreas Schubert besichtigt worden, teilte der Landkreis jetzt mit. „Unmittelbare Gefahren durch umherliegende Asbestteile konnten auf dem betroffenen Grundstück zum Zeitpunkt der Besichtigung [am Montag, 22. Mai, Anm. d. Red.] nicht festgestellt werden“, hieß es auf eine entsprechende Anfrage des Nordkurier.

Im Ergebnis sei ein ordnungsbehördliches Verfahren eingeleitet worden. Um Bedenken einer Schadstoffbelastung des Bodens auszuräumen, sei der angelieferte Boden zu untersuchen.

Boden wird jetzt untersucht

Sowohl die untere Bodenschutzbehörde als auch die untere Abfallbehörde des Landkreises hätten die Prüfung des betroffenen Geländes „in den Blick genommen“. Um auszuschließen, dass weitere Asbestmaterialien im Boden enthalten sind, werde ein dafür akkreditiertes Umweltlabor beziehungsweise eine Untersuchungsstelle das Material begutachten. 

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Anwohner in Mönkebude hatten asbesthaltige Platten in den Erdmassen gefunden, die das ortsansässige Baugeschäft Bade hinter dem Friedhof abgeladen hatte. Laut Bürgermeister Schubert erfolgte die Anlieferung im Auftrag der Gemeinde und zur „Profilierung des Geländes“. 

Weiteres Vorgehen hängt von Ergebnissen ab

Bei der ersten telefonischen Nachfrage des Nordkurier vor zehn Tagen gaben Schubert und die Firma Bade an, von Asbest in dieser Erde nichts zu wissen. Mit den Bildern der Asbestplatten konfrontiert, räumte der Bürgermeister dann ein, dass das Material von einem begrenzten Areal aus dem Erschließungsgebiet „Am alten Sportplatz“ stamme, wo es zuvor „eine illegale Ablagerung von Dachplatten mit einem fest gebundenen Asbestanteil“ gegeben habe. Diese seien eingesammelt und entsorgt worden.

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Am Mittwoch vor einer Woche schoben dann Kettenfahrzeuge die Schutterde zusammen. Die Gemeinde habe „noch am Montag reagiert und die sichtbaren Reststücke abgesammelt“, versicherte Schubert auf erneute Nordkurier–Anfrage.

Der Landkreis kündigte in seiner Stellungnahme nun an, das weitere Vorgehen hänge von den Ergebnissen der Untersuchung ab und werde Bestandteil des Verwaltungsverfahrens sein.