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Verwaiste Einkaufsstraße

Das tut die Stadt gegen den Leerstand in Ueckermünde

Ueckermünde / Lesedauer: 2 min

Immer mehr Ladengeschäfte in Ueckermünde stehen leer. Wie lange kann das Seebad noch mit der schönsten Altstadt von Vorpommern werben, wenn die Einkaufsstraße verwaist?
Veröffentlicht:19.08.2020, 05:38

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In der Ueckermünder Innenstadt lichtet sich die Reihe der Ladengeschäfte entlang der Ueckerstraße. Immer mehr Läden stehen leer. Erst im Mai und Juni haben gleich zwei Modegeschäfte geschlossen. Im Herbst wird mit dem „Lebensart“-Laden ein weiteres Geschäft schließen, an dessen Schaufenster die Passanten zu jeder Jahreszeit gern zum Schauen stehen geblieben sind. Rentenalter, gesundheitliche Probleme, erdrückende Konkurrenz des Onlinehandels – das sind die häufigsten Gründe, warum Ueckermünder Händler ihr Geschäft schließen. Jetzt kommen noch die Auswirkungen der Corona-Krise hinzu.

Ein trostloser Eindruck

Beim Bummeln durch die Einkaufsstraße in der Altstadt entsteht durch die vielen leerstehenden Läden ein trostloser Eindruck. Das sprach Agata Furmann von der Linksfraktion der Stadtvertretung jetzt auch öffentlich im Fachausschuss für Kultur, Tourismus, Sport und Soziales aus. „Was können wir hier in der Stadt tun, wie helfen?“, fragte sie und wandte sich direkt an den Bürgermeister. Jürgen Kliewe bestätigte, dass die Läden-Lücken im Straßenbild kein schönes Bild abgeben. „Die Ladenbetreiber und auch die Vermieter finden oft keinen Nachfolger“, sagte er. Mit jedem Eigentümer habe er schon zu Beginn der Corona-Zeit persönlich Kontakt aufgenommen und Hilfe bei der Vermarktung der Gewerberäume angeboten.

In die einstige Adler-Apotheke zieht ein Notar

Unter der Rubrik „Laden sucht Nutzer“ können auf der Internetseite der Stadt alle freien Läden aufgelistet und beschrieben sowie die Kontaktdaten zum Vermieter angegeben werden. Allerdings ist diese gute und praktische Hilfe schwer zu finden (Bürger/Bauen&Wohnen). „Wir hatten aber schon Erfolg“, sagte Kliewe. Zwei Nachfragen gab es für die Adler-Apotheker. Nach dem Umbau soll dort ein Notar einziehen.

Einen neuen Mieter gibt es auch für das einstige Rostoff-Modegeschäft, und zwar wolle ein Dienstleister Ende des Jahres einziehen. Nach Nordkurier-Informationen soll es sich dabei um ein Büro der Stadtwerke Prenzlau handeln. Auch für den einstigen Bickschen Laden am Stadthafen, in dem sich zuletzt eine Reichau-Filiale befand, soll es neue Mieter geben. Sie wollen dort ein Café einrichten. Zum Jahresende soll auch der Laden in der Ueckerstraße 72 wieder vermietet sein.

Die Ueckermünder Leerstands-Liste liegt auch beim Welcome-Center in Pasewalk, sagte Bürgermeister Kliewe.