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Spektakel

Die schönsten Bilder vom Torgelower Brückenfest

Torgelow / Lesedauer: 2 min

Die Torgelower durften nach zwei Jahren Abstinenz endlich wieder mit Raubritter Hase ihr beliebtes Brückenfest feiern. Diesen Spaß haben sich viele Familien nicht entgehen lassen.
Veröffentlicht:08.05.2022, 09:20

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Wer in Torgelow Bürgermeister sein will, der muss damit leben, einmal im Jahr von den Raubrittern um Zacharias Hase von Kufstein zu Torgelow überfallen zu werden. Das wusste Kerstin Pukallus schon vor ihrer Wahl in das Amt Ende 2018. Das mittelalterliche Possenspiel um den Einzug von Zacharias Hase samt seinen ungehobelten Rittern stimmt die Torgelower alljährlich auf ihr Brückenfest ein und sorgte auch in diesem Jahr wieder für richtig gute Unterhaltung. „Aber raufen ist nicht mein Ding, ganz ehrlich“, sagt die Bürgermeisterin. Darum nahm das Spiel 2022 einen neuen Verlauf. Zwar musste auch die Rathaus-Chefin den Rüpeln in Rüstung für einen Tag die Herrschaft in Torgelow überlassen, konnte sich aber mithilfe starker Freunde und Verbündeter ganz gut gegen die Räuber behaupten. „Und das ist nicht gespielt, denn behaupten muss ich mich in diesem Amt jeden Tag“, merkte Kerstin Pukallus lachend an.

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„Jetzt können wir endlich wieder feiern!”

Seit 1999 wird in Torgelow Brückenfest gefeiert, Anlass war die Einweihung der Rathausbrücke. Inzwischen geht es jedes Jahr Anfang Mai rund ums Torgelower Rathaus unterhaltsam zu: Volksfeststimmung ist angesagt, mit Sängern, Tänzern und jeder Menge Klamauk. „Das war höchste Zeit, zwei Jahre mussten wir mit dem Brückenfest und vielen anderen Veranstaltungen in Torgelow aussetzen, jetzt können wir endlich wieder feiern“, freute sich Kerstin Pukallus.

Vielen Torgelowern und Gästen der Stadt ging es ähnlich: Auf dem Marktplatz, wo ein Rummel aufgebaut war, und zwischen den Ständen und der Bühne rund ums Rathaus drängten sich die Besucher. Unmittelbar an der Uecker hatten Handwerker ihre Stände aufgebaut und zeigten, wie sie mit Holz, Kerzenwachs, Schieferplatten oder mit Tierfellen arbeiten. „Wir sollten uns mehr auf handwerkliche Traditionen besinnen und nicht nur vor dem Computer sitzen“, meinte ein Besucher.

Lange Schlange vor der Erbsensuppe-Ausgabe

Tradition beim Brückenfest ist auch der Erbseneintopf der Torgelower Feuerwehr. „Wir haben wie immer 300 Portionen gekocht“, sagte Danilo Kasper mit Blick auf die lange Schlange der Erbsensuppen-Fans.

Auch musikalisch wurden die Torgelower verwöhnt. Die Junx und Anni Perka unterhielten das Publikum perfekt, aber es waren die Rossower Schalmeienkapelle und die Musiker von Vielle, die sich in Ohren und Herzen der Brückenfestbesucher spielte.

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