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Eggesin will 2,1 Millionen Euro für die Jugend investieren

Eggesin / Lesedauer: 4 min

Das Schüler– und Freizeitzentrum Eggesin gibt es schon viele Jahre. Die Stadt will dort für die Jugendlichen noch Einiges schaffen, die die Baukosten stiegen enorm.
Veröffentlicht:24.06.2023, 06:05

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Auch wenn der Vorpommern–Staatssekretär Heiko Miraß (SPD) dieses Mal keinen Fördermittelbescheid im Gepäck hatte, ging es auch bei seinem Besuch am Freitag in Eggesin um finanzielle Unterstützung des Landes. In der Stadt gibt es nämlich einige Projekte, die man dort gern mit Hilfen aus dem Vorpommernfonds und mit anderen Zuweisungen umsetzen würde. So ging es zum Waldsportplatz, zum Fußballplatz des SV Motor 90 und zum Schüler–und Jugendzentrum. Denn Miraß wollte sich Projekt anschauen, die für Eggesin wichtig sind. Und das nicht nur bei einem kurzen „Helikopterbesuch“, wie er verdeutlichte.

„Immer viel los“

Am Jugendtreffpunkt hat die Stadt ein ziemlich großes Vorhaben im Plan. Schon 2024 könnte es gern mit der Gestaltung der Außenanlagen losgehen, erläuterten Bürgermeisterin Bianka Schwibbe (parteilos) und Stadtpräsident Gerhard Tewis (CDU). Denn hier treffen sich zwischen Montag und Freitag jeden Tag zwischen 30 bis 80 Kinder und Jugendliche, erläuterte die Leiterin Marion Kamer, die zusammen mit Dana Richter für die jüngeren Eggesiner da ist.

„Es ist hier immer viel los“, bestätigte die Bürgermeisterin. Nach der Öffnungszeit von 14 bis 18.30 Uhr sei das Areal weiterhin zugänglich. Nur eben die Innenräume mit Billard, Tischtennis und mehr seien verschlossen.

Eggesin Schüler-Jugend-Zentrum (Freizeitzentrum), Waldsportplatz, Fußballplatz Heiko Miraß SV Motor 90 Eggesin Foto: Eckhard Kruse
(Foto: Eckhard Kruse)
Auch vor dem Schüler-Jugend-Zentrum sind Änderungen geplant.
Auch vor dem Schüler-Jugend-Zentrum sind Änderungen geplant. (Foto: Eckhard Kruse)

Dass die Kinder und Jugendlichen den Stadtvertretern und der Stadtverwaltung sehr am Herzen liegen, das ist an den Projektkosten zu erkennen. Die Kosten für Gestaltung der Außenanlagen seien durch die Verteuerung der Baukostenpreise extrem in die Höhe geschossen. Statt der zuerst geplanten Summe von 1,3 Millionen gehe man mittlerweile von einer Baukostensumme von etwa 2,1 Millionen Euro aus, so Bianka Schwibbe. Stadt und Stadtvertretung würden aber weiter an diesem Projekt festhalten.

Über Jugendeinrichtung erstaunt

Hier sollen eine richtige Skateranlage, ein Verkehrsgarten, eine Chill–Ecke, Kletterwände, eine Rundstrecke für BMX–Biker, einige Pergolen und vieles mehr entstehen, erläuterte Marion Kramer. Dazu eine Außenküche, denn hier gebe es in Zusammenarbeit mit der Regionalen Schule die AG „Lecker kochen“.

„Wir wollen nächstes Jahr anfangen“, betonte Bianka Schwibbe. Sie rechnete dem Staatssekretär vor, wie die Stadt das Vorhaben realisieren würde. Darin enthalten sei am Ende ein Eigenanteil von rund 124.000 Euro und auch eine Förderung über den Vorpommernfonds. Die Summe von 25.000 Euro sei realistisch, meinte Heiko Miraß, der über das Projekt und auch über die Jugendeinrichtung erstaunt war. Denn viele Kommunen hatten ihre Jugendklubs in den vergangenen Jahren geschlossen.

Motor Eggesiner wollen Bewässerung verbessern

Gute Chancen auf eine Förderung haben offenbar auch die Fußballer von SV Motor Eggesin für ihren Rasenplatz. Denn Vorstandsvorsitzende Erik Springer und Roland Burmeister, der sich um die Düngung, das Mähen und die Bewässerung kümmert, erläuterten Heiko Miraß, wie mühselig es ist, jeden Tagen den Rasen über dicke Schläuche zu bewässern, die im gefüllten Zustand auch noch sehr schwer sind. Der Verein wolle sich nun um einen Eigenanteil von etwa 15.000 Euro bemühen. Dann könne das Vorhaben einer im Rasen versenkbaren Sprenganlage vielleicht mit der gleichen Summe aus dem Vorpommernfonds gefördert werden.

Roland Burmeister (links) und Erik Springer vom SV Motor Eggesin demonstrieren, wie der Rasen derzeit bewässert werden muss.
Roland Burmeister (links) und Erik Springer vom SV Motor Eggesin demonstrieren, wie der Rasen derzeit bewässert werden muss. (Foto: Eckhard Kruse)

Entscheiden müsse der Förderrat, so der Staatssekretär. Der Verein hat derzeit eine Männer– und eine Frauenmannschaft, ein Alte–Herren–Team, eine Traditionsmannschaft und auch zwei Teams für E–Jugend und Bambinis. Nachdem man einige Jahre keinen Übungsleiter hatte, wolle man die Jugend nach und nach wieder aufbauen. Zu den rund 140 Mitgliedern gehören auch Kegler und die Mitglieder der allgemeinen Sportgruppe. Am 8. Juli steuere man auf das „Spiel des Jahres“ zu. Ab 14.30 Uhr würden die Alten Herren Eggesin gegen die DDR–Nationalmannschaft „Tradition“ antreten.

Bianka Schwibbe, Gerhard Tewis, Christhilde Hansow und Heiko Miraß (von links nach rechts) schauten sich gemeinsam den verschlissenen Kunstrasen an.
Bianka Schwibbe, Gerhard Tewis, Christhilde Hansow und Heiko Miraß (von links nach rechts) schauten sich gemeinsam den verschlissenen Kunstrasen an. (Foto: Eckhard Kruse)

Für den Waldsportplatz auf dem die Stadt gern den Kunstrasen und die Tartanbahn erneuern würde, sah Heiko Miraß auch die Notwendigkeit, dass etwas getan werden muss. Denn der Kunstrasen sei 25 Jahre alt, die Tartanbahn oft geflickt. Hier trainieren vor allem die Leichtathleten der SVG 90 Eggesin. Die Schulen würden den Platz momentan gar nicht nutzen, stellte sich heraus.

Man wolle auch die Flutlichtanlage verbessern. Wenn die Stadt Eggesin Eigentümerin ist, sei es allerdings schwer, Förderungen zu bekommen, so Miraß. Bei einem Verein wäre es einfacher, Mittel vom Landessportbund zu erhalten. Dafür müsse man aber einen Langzeitvertrag haben, meinte Christhilde Hansow, Vorsitzende der SVG 90 Eggesin. Sie wolle sich aber beim Landessportbund erkundigen, ob es dann Möglichkeiten gebe. Zum Verein gehören auch Abteilungen mit Tischtennis, Volleyball und Frauensport.