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Flüchtlinge als Arbeitskräfte – wie kann das gelingen?

Ueckermünde / Lesedauer: 2 min

Vor allem in der Feriensaison mangelt es Gastronomen an Arbeitskräften. Wie kann das Problem mithilfe von Flüchtlingen gelöst werden? Darüber wollen Unternehmer mit Gästen diskutieren.
Veröffentlicht:05.12.2023, 12:03

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Wie Migranten in den hiesigen Arbeitsmarkt integriert werden können, darum geht es bei einem runden Tisch, zu dem der Ueckermünder Verein für Handwerk und Gewerbe am Mittwoch, 6. Dezember, ins Zentrum für Erlebnispädagogik und Umweltbildung (Zerum) einlädt. Der Abend, der um 18.30 Uhr beginnt, steht unter dem Motto „Alle an den Tisch“.

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Arbeit gebe es in der Haffregion, vor allem in der Saison, genug. Eine andere Frage sei, ob sich genügend Menschen mit Arbeitserlaubnis bereitfinden, in Gastronomie, im Hotel oder als Auslieferfahrer zu arbeiten, hieß es in der Ankündigung des Vereins.

Ideen und Ansätze sind gefragt

„Wir wollen konkrete, praktikable Wege und Handlungsabläufe besprechen, um diejenigen, die hier wirklich ankommen möchten, mit denjenigen in Verbindung zu bringen, die sie dort einsetzen, wo ihre Fähigkeiten gut aufgehoben sind“, sagte Vereinsvorsitzende Madlen Brückner. Es seien also Ideen und Ansätze gefragt, die zum Ziel führen, nämlich Integration durch Beschäftigung.

Die Liste derer, die der Gewerbeverein am Mittwochabend zum Vortragen und Diskutieren eingeladen hat, ist lang und lässt erahnen, dass das Thema von allen Seiten beleuchtet werden soll. Die Industrie- und Handelskammer sowie der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit werden vertreten sein, ebenso das Berufsförderzentrum. Ronald Rönsch von dem Ueckermünder Unternehmen Haff-Dichtungen will aus seinem Betrieb davon berichten, wie gut das Arbeiten mit ausländischen Angestellten funktioniert.

Flüchtling erzählt aus eigenem Erleben

Es sollen aber auch die zu Wort kommen, die sehr nahe an Flüchtlingen und ihren Problemen sind: Aleksandra Piasecka vom Welcome Center Stettiner Haff und Torsten Steinke, der sich für das Diakoniewerk „Blaues Kreuz“ in Eggesin um Asylbewerber im Bereich Torgelow kümmert. Nicht zuletzt wird Garik Mkhitayan schildern, wie es ihm und seiner Familie gelungen ist, nach ihrer Flucht aus der Ukraine am Haff Arbeit zu finden.

„Wir wollen offen diskutieren über bestehende Strukturen und Hemmnisse“, sagt Christin Zeh, die in Liepgarten den Lindenhof leitet und selbst stets nach Arbeitskräften sucht, die gerne bleiben. „Der Gewerbeverein freut sich am Mittwoch auf alle Arbeitgeber, die sich im Trubel des Weihnachtsgeschäfts oder in Vorbereitung auf die kommende Sommersaison zwei Hände mehr wünschen, um die anstehende Arbeit leisten zu können.“ Zur Teilnahme an der Veranstaltung bittet der Verein um Anmeldung unter Telefon 0151-12253856 oder per E-Mail an [email protected]