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Eisbaden

Freibier und Bratwurst für die ganz Harten

Altwarp / Lesedauer: 1 min

Einige Wenige handelten furchtlos und entschlossen, die Mehrheit sah zu. Unerschrockene ließen sich vom zwei Grad kalten Wasser nicht vom Eisbaden abhalten.
Veröffentlicht:04.02.2024, 12:00

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Für jeden, der sich hineinwagte, gab es ein Bier und eine Bratwurst, gesponsert von Gastronom Gregor Adameit. Doch die Rede ist nicht von seiner warmen Gaststube, sondern vom Eisbaden im Altwarper Hafenbecken. Silvia Ottenstein, stellvertretende Bürgermeisterin des Ortes, eröffnete das Traditions-Event daher zunächst mal mit aufmunternden Worten.

Tun sie´s oder tun sie´s nicht? Hunderte Zuschauer am Kai waren gespannt
Tun sie´s oder tun sie´s nicht? Hunderte Zuschauer am Kai waren gespannt (Foto: Dana Wichert)

Das halbe Fischerdorf war am Sonnabend auf den Beinen, um den Hartgesottenen zuzuschauen, die in ihren farbenfrohen, ulkigen Kostümen aus den Umkleiden kamen. Sie stiegen die Eisentreppe langsam hinab, um im zwei Grad kalten Wasser eine Runde zu schwimmen. Wie immer dabei waren die durch jahrelanges Training abgehärteten "lesboders" aus Ueckermünde. Ob mit Punkerfrisur-Perücke oder im Biene Maja-Kostüm: Das Hafenwasser war keine Therme und manchen fröstelte schon bei der Vorstellung, hineinzusteigen.

Ihnen wurde schon beim Zusehen kalt (von links): Petra Plantikow, Veronika Stüwe, Christiane Arndt, Silvia Ottenstein und Barbara Stoffregen aus Altwarp.
Ihnen wurde schon beim Zusehen kalt (von links): Petra Plantikow, Veronika Stüwe, Christiane Arndt, Silvia Ottenstein und Barbara Stoffregen aus Altwarp. (Foto: Dana Wichert)

Einer, der Eisbaden liebt, ist Ralf Gräber aus Liepgarten: "Anfangs dachte ich, das eiskalte Wasser bringt mich um. Jetzt bin ich schon seit vielen Jahren dabei." Rund 200 Zuschauer entlang des Kais behielten lieber ihre Kleider an und blieben an Land. Warum? Die Ausreden reichten von: "Meine Badehose ist gerade in der Wäsche" bis zu "Uns ist noch zu warm zum Baden."

Feuerchen zum Wärmen: Parallel zum Eisbaden wurden auch gleich die Altwarper Weihnachtsbäume entsorgt.
Feuerchen zum Wärmen: Parallel zum Eisbaden wurden auch gleich die Altwarper Weihnachtsbäume entsorgt. (Foto: Dana Wichert)

Derweil war Bürgermeister Jan Herzfeld zusammen mit den Kameraden der freiwilligen Feuerwehr damit beschäftigt, das Verbrennen von rund zwei Dutzend abgeschmückten Weihnachtsbäumen zu überwachen. Die hatten die Gemeindearbeiter in den vergangenen Wochen bei den Einwohnern gesammelt. Die Wärme des gemütlich lodernden Feuerchens kam den aus dem Eisbad wieder Aufgetauchten dann gerade recht, um sich aufzuwärmen, und zwar in Winterkleidung.