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Herbst

Ärger mit der Entsorgung von Laub 

Torgelow / Lesedauer: 3 min

In jedem Herbst haben Torgelower mit der geballten Laubladung der riesigen Parkbäume zu kämpfen. Bisher gab es eine gute Lösung, doch die ist plötzlich verboten. 
Veröffentlicht:29.09.2023, 07:19

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Was in Ueckermünde, Eggesin und anderswo geht, das scheint in Torgelow in dieser Form nicht zu klappen: die Laubentsorgung mithilfe von Big-Packs. Vielerorts füllen Anwohner von stark belaubten Bäumen das Herbstlaub in die riesigen Tüten, wenn es im Herbst zuhauf auf die Fahrbahnen und Gehwege fällt. Die Bauhöfe holen die Big-Packs weg und entsorgen das Laub auf Kompostieranlagen.

Gerade für Ältere nicht leistbar

Das würden sich auch mehrere Anwohner des Akazienwegs und der Geschwister-Scholl-Straße in Torgelow wünschen. Sie erhoffen sich eine andere Lösung für die Laubentsorgung, als es jetzt der Fall ist, und wandten sich mit einem Schreiben und einer Unterschriftensammlung an den CDU-Fraktionsvorsitzenden Matthias Krins. 

Die Anwohner dürfen ihr Laub nicht mehr wie bisher in der Parkanlage Alter Friedhof mit ihren riesigen Bäumen ablagern, wo es anschließend in einen Container verfrachtet und entsorgt wurde, berichtete ein Anwohner dem Nordkurier.

Die Anlieger sollten sich nun selbst Mülltüten kaufen, das Laub dort hineinfüllen und zum Wertstoffhof bringen. Das könne manch Älterer bei den riesigen Laubmengen aber gar nicht leisten, sagte Krins. Denn manche der alten Bäume reichen bis weit über die Straße und manchmal sogar in den Bereich mancher Privatgrundstücke.

Private Abfälle landeten in den Containern

Toni Port, Bauamtsleiter der Stadt Torgelow, erläuterte die Sicht der Stadt. In die Container seien immer wieder private Gartenabfälle geworfen worden. Offenbar war auch Bauschutt darunter. Denn auf den neu aufgestellten Schildern verbiete die Stadt das Abladen von Gartenabfällen, Schutt und anderen Abfällen. Das wolle man mit den Schildern und der neuen Regelung unterbinden. Für die von Krins und den Anwohnern gewünschte Lösung mit den Big-Packs habe der Stadtbauhof keine Möglichkeit. „Der Bauhof hat keinen Lkw mit Ladekran“, sagte Toni Port gegenüber dem Nordkurier.

Anwohner sollen Laubsäcke vor die Tür stellen

Angesichts der vielen Säcke mit Laub befürchtet Matthias Krins einen großen Aufwand durch das Heraussammeln von Plastik, bevor das Laub in der Kompostieranlage in Spechtberg abgeladen wird. Doch die Säcke sollen beim Aufladen am Park nur auf einem Anhänger ausgeschüttet werden, erklärte Toni Port. Die Anwohner könnten sie dann wiederverwenden. Die Bürger würden vorher immer informiert werden, wann sie die Laubsäcke vor die Tür stellen sollen.

Die CDU warb dennoch für eine bessere Lösung. Für einen Anwohner wäre es jetzt auch wieder möglich, das Laub auf dem Platz zu entsorgen. Denn durch eine neue Absperrung vor der Parkzufahrt sei es nicht mehr möglich, dass fremde Anwohner mit Pkw und Hänger in den Park hineinfahren und auch Bauschutt abladen.