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Trinkwasser

Nach der Havarie könnte  Ueckermünde neue Wasserleitung bekommen

Ueckermünde/Eggesin / Lesedauer: 2 min

Ein Rohrbruch und eine nachfolgende Havarie hatten halb Ueckermünde für einige Stunden von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Nun ist die Ursache für die Havarie klar. 
Veröffentlicht:09.06.2023, 06:00

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Die halbe Stadt Ueckermünde war nach einer Havarie für mehrere Stunden von der Trinkwasserversorgung abgeklemmt. Das hatte viele Einwohner des Seebads in der vergangenen Woche eiskalt überrascht. Sie drehten den Wasserhahn auf und mussten erleben, dass am Donnerstagmorgen kein Tropfen in den Haushalten und Betrieben kam. Selbst die Gießerei in Ueckermünde musste sicherheitshalber ihre Produktion herunterfahren. Ursache war eine gebrochene Wasserleitung bei Hoppenwalde. Denn durch dieses Rohr zwischen dem Wasserwerk in Eggesin und Ueckermünde wird der Ostteil des Seebads mit frischem Trinkwasser versorgt.

Vermutung hat sich bestätigt

Im Normalfall hätten die Ueckermünder östlich der Uecker aber gar nicht gemerkt, dass das Wasser auf dieser Hauptleitung abgestellt ist. Sie sollten über den Düker, der das Trinkwasser unter der Uecker hindurchführt, versorgt werden. Das frische Nass wäre dann aus Richtung Liepgarten unter der Uecker hindurch in die Wohnungen der Oststraße, der Liepgartener Straße, Eggesiner Straße und auch nach Ueckermünde Ost geflossen. Doch dabei war es zu einer Havarie gekommen.

Markus Müller, Betriebsstellenleiter der GKU (Gesellschaft für kommunale Umwelttechnik) in Eggesin, bestätigte nun seine Vermutung: Ein Schieber, mit dem der Durchfluss unter der Uecker geöffnet werden sollte, sei höchstwahrscheinlich nicht richtig offen gewesen. Er habe sich offenbar beim Öffnen verkeilt und das Wasser somit nicht hindurchgelassen. Der Schieber am Minikreisel sei aber grundsätzlich intakt. Die GKU prüfe das weiter.

Verbandsvorsteher Werner Hackbarth (links) und GKU-Betriebsstellenleiter Markus Müller denken über eine Erneuerung der Hauptleitungen zwischen Eggesin und Ueckermünde nach.
Verbandsvorsteher Werner Hackbarth (links) und GKU-Betriebsstellenleiter Markus Müller denken über eine Erneuerung der Hauptleitungen zwischen Eggesin und Ueckermünde nach. (Foto: Eckhard Kruse)

Keine auffällige Zahl an Rohrbrüchen

Die GKU und der Vorstand des Wasser– und Abwasserverbands Ueckermünde denken nun aber auch über eine Erneuerung der Trinkwasser– und Abwasserleitung zwischen Eggesin und Ueckermünde in den nächsten Jahren nach, so Müller und Verbandsvorsteher Werner Hackbarth. „Wir haben das Problem erkannt und arbeiten an einer Lösung“, sagte Hackbarth.

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Es habe zwar keine auffällige Zahl von Rohrbrüchen an der Strecke gegeben, erläuterte Müller. Er setze stattdessen auf eine vorbeugende Instandsetzung. Denn es handele sich um eine Hauptleitung. Zum anderen sei die Trinkwasserleitung 50 Jahre alt. Die Abwasserleitung sei auch schon in die Jahre gekommen und mindestens 25 Jahre alt. Zuerst müsse das Vorhaben aber geplant werden, so Hackbarth. Die Planungen seien noch nicht im Haushalt dieses Jahres enthalten. Über ein mögliches Jahr für den Baubeginn konnte Hackbarth noch keine Angaben machen.