Kita–Umzug

 Ueckermünder „Haffsprösslinge“ feiern Neuanfang

Ueckermünde / Lesedauer: 3 min

Hinter den Kindern und Erziehern der Ueckermünder Kita liegt eine Zeit voller Hoffen und Bangen. Sie mussten ihr altes Domizil verlassen, weil der Pachtvertrag ausgelaufen war. Doch dank großer Hilfsbereitschaft konnten sie ihr neues Reich jetzt beziehen.
Veröffentlicht:13.03.2023, 06:24

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Sie tanzen, spielen, singen und lachen. Luftballons fliegen in die Höhe und werden von den glücklichen „Haffsprösslingen“ immer wieder aufgefangen. Kein Zweifel: Die 19 Kinder fühlen sich wohl. Von den Strapazen und dem Ärger der letzten Zeit scheinen sie wenig mitbekommen zu haben. Und das ist auch gut so.

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„Wir sind nach einer bewegten Reise voller Hilfsbereitschaft endlich angekommen“, sagt Erzieherin Kerstin Dust mit Tränen der Freude und Erleichterung in den Augen. Zusammen mit ihren zwei Kolleginnen und den Eltern stand sie viele Wochen und Monate lang unter Dauerstress und musste um die Zukunft ihrer kleinen Kita bangen. Gemeinsam haben sie jedoch versucht, ihre Sorgen und Ängste von den Kleinen fernzuhalten.

Anfang des Jahres musste Kita ausziehen

Zur Erinnerung: Der Pachtvertrag für das Gelände der Kita „Oase der kleinen Strolche“ im Ueckermünder Kanalweg lief zum 31. Dezember 2022 aus. Nicht überraschend, wie Verpächter Philipp von Schöning dem Nordkurier damals sagte. Dass der Vertrag auslaufen würde und eine Verlängerung aufgrund persönlicher Differenzen nicht infrage kam, sei beiden Parteien bereits seit Jahren bekannt gewesen.

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Die 19 Kinder lernen behutsam ihre neuen Räumen kennen. Routinen wie das Mittagessen helfen ihnen dabei. (Foto: ZVG)

Nach Wochen voller Hoffen, Bangen und der Suche nach einer Möglichkeit, ihre ganz besondere kleine Kita zu erhalten, begab sich der Trägerverein „Haffsprösslinge“ Anfang des Jahres in die Arme der Arbeiterwohlfahrt Uecker–Randow (Awo), was sich als glückliche Fügung erwies. Anfang des Jahres mussten sie jedoch die Räumlichkeiten im Kanalweg verlassen.

Sportraum der alten Villa als Zwischenquartier

„Wir wurden von der Awo nicht enttäuscht und sind sehr dankbar“, sagt Kerstin Dust, die nur lobenden Worte für den neuen Träger findet.

Nach ihrem Auszug im Kanalweg wurden Kinder und Erzieher zunächst von der  Eggesiner Awo–Kita „Villa Märchenland“ aufgenommen. Sie bezogen hier den Sportraum der alten Villa. Wichtig sei vor allem gewesen, dass die Kinder weiterhin ihre Erzieherinnen als Bezugspersonen um sich hatten. „Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt“, sagt Kerstin Dust.

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Awo–Geschäftsführerin Ulrike Dietrich berichtet, dass sie währenddessen mit Hochdruck an dem neuen Domizil im Ueckermünder Ärztehaus in der Belliner Straße gearbeitet hätten. So musste noch eine Treppe vor ein Fenster gebaut werden, damit dieses als Fluchtweg im Falle eines Brandes genutzt werden kann.

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Hier befindet sich das neue Domizil der „Haffsprösslinge‟. (Foto: ZVG)

Schon den ersten Höhepunkt im Blick

Vor wenigen Tagen konnten die Lütten und ihre Erzieher nun endlich ihre neuen Räumlichkeiten beziehen. „Wir haben hier bescheidene Verhältnisse, aber versuchen, alles den Bedürfnissen der Kinder anzupassen. Wichtig ist, dass die Kinder selbstbestimmt leben und vieles wie gewohnt allein machen können“, sagt Kerstin Dust. Die Kinder durften auch allein entscheiden, was sie aus ihrer alten Kita mitnehmen wollten. Der Rest sei zunächst eingelagert worden.

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Noch lernen die Kinder behutsam ihre neue Umgebung kennen und versuchen, sich zurecht zu finden. „Wir planen aber auch schon größere Projekte“, verrät Kerstin Dust und denkt dabei an ein Blumenfest, bei dem jedes Kind sich als Blume verkleiden sowie einen Blumentopf oder Pflanzkasten anlegen und betreuen wird. Dieser soll dann das Geländer um den Eingang verschönern.