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Ueckermündes Musikmuschel

Neuanfang statt Schließung

Ueckermünde / Lesedauer: 2 min

Die Inhaberin der Ueckermünder Musikalienhandlung wollte ihr Geschäft eigentlich schließen. Nun hat sie sich aber für einen Neustart in der Innenstadt entschieden. Und wird ihr Angebot erweitern.
Veröffentlicht:09.11.2019, 17:16

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Vor elf Jahren hat Waltraud Eberbach in der Ueckerstraße 54 ihre eigene kleine Musikalienhandlung in Ueckermünde eröffnet. Nun ist die „Musikmuschel“ ein kleines Stück weiter in Richtung Innenstadt gezogen. Das gesamte Sortiment rund ums Musizieren befindet sich nun in hellen und großzügigen Räumen in der Ueckerstraße 56. „Hier kann ich meine Waren besser präsentieren“, sagt Waltraud Eberbach. Sie ist zufrieden mit den neuen Räumlichkeiten für die „Musikmuschel“ und hofft, dass der einzigartige Laden nun auch von den Kunden besser wahrgenommen wird. Auch die Holzschnitzfiguren aus dem Erzgebirge, die es bei Waltraud Eberbach zu kaufen gibt, kommen nun besser zur Geltung.

Veranstaltungen geplant

Vor allem aber freut sich die gelernte Musikalienhändlerin, dass sie in den neuen Verkaufsräumen auch gesellige Veranstaltungen anbieten kann. Gespräche, Informationen und natürlich Musik. Das tut dem Geschäft gut und bereichert die Ueckermünder Innenstadt, sagt Waltraud Eberbach. Die Mönkebuderin macht sich damit auch selbst noch einmal Mut. Monat für Monat kämpft sie um ihr Geschäft, denn Aufträge und Umsätze sind rar. Dabei ist eine Musikalienhandlung wie die „Musikmuschel“ weit und breit einzigartig, und die Händlerin kann durchaus auch mit Internet-Preisen mithalten.

Fast wäre Geschäft geschlossen worden

Waltraud Eberbach, die von Haus aus musikalisch ist und mehrere Instrumente spielt, hat eine Ausbildung als Musikalienhändlerin, die sie 1988 in Kassel abschloss. Dort arbeitete sie auch mehrere Jahre im Musikhaus „Eichler“. Wie sich ein gelernter Buchhändler mit Verlagen und Autoren auskennt, so weiß sie Bescheid über Komponisten, Noten und Instrumente. „Ich wollte auch hier in Vorpommern in meinem erlernten Beruf arbeiten“, sagt sie. Aber das ist nicht so einfach. Das Geschäft lief in letzter Zeit schlecht. Waltraud Eberbach dachte schon darüber nach, es zum Jahresende mit Auslaufen des Mietvertrags zu schließen. Nun wagt sie aber doch noch mal einen Neustart in neuen Räumen. Fast hätte sie den Umzug verschieben müssen, denn kurz zuvor erkrankte sie akut und musste ins Krankenhaus. „Meine Familie hat den Umzug gestemmt und dafür gesorgt, dass alles pünktlich fertig wurde“, sagt die Mönkebuderin. Dafür ist sie unendlich dankbar. Die „Musikmuschel“ bleibt also weiter geöffnet und bringt noch mehr Musik in die Stadt.