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Nordkurier-Leserhilfswerk unterstützt Eggesiner Hospiz

Eggesin / Lesedauer: 3 min

Das Eggesiner Hospiz bietet Schwerstkranken eine Umgebung, in der sie rundum versorgt werden. Dank der Nordkurier-Leser können sie tagsüber nun auf bequemen Sesseln Platz nehmen.
Veröffentlicht:08.02.2024, 07:30

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Mandy Papke, die Geschäftsführerin und Gründerin des Hospiz Vergissmeinnicht in Eggesin, wusste schon länger, dass die Sitzmöbel, die es bisher für die sterbenskranken Patienten des Hauses gab, einen Austausch nötig hatten. Denn eigentlich brauchen die Gäste, wie das Hospiz seine Bewohner nennt, spezielle Pflegesessel.  Doch bislang hatte sich die Einrichtung in vielen Fällen notgedrungen mit einfachen Fernsehsesseln behelfen müssen. Diese waren inzwischen verschlissen und erfüllten eigentlich auch nicht alle nötigen Anforderungen.  

Fünf Pflegesessel angeschafft

Dank des Nordkurier-Leserhilfswerks und damit letztlich dank der Spenden hunderter Nordkurier-Leser konnte sich das Hospiz nun fünf Pflegesessel und ein zusätzliches Pflegebett anschaffen. Chefredakteur Gabriel Kords, zugleich Vorstandsmitglied im Leserhilfswerk, übergab diese Woche einen symbolischen Scheck in Höhe von 19.720 Euro an Mandy Papke.

Schon jetzt ist klar, dass es sich um eine der größten Einzelleistungen handeln wird, die das Leserhilfswerk in diesem Jahr ausreichen wird: „Wir leisten vor allem Kleinspenden an Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind“, erklärt Gabriel Kords: „Dank des hohen Spendenaufkommens von weit mehr als 100.000 Euro jährlich reichen wir aber auch einige Großspenden an soziale Projekte aus, die es besonders verdient haben.“ Auf diese Weise können die Nordkurier-Leser, die ans Leserhilfswerk spenden, auch bereits mit einer vergleichsweise keinen Spende Großes bewegen – und das oftmals direkt vor ihrer Haustür.

Seit 2017 verbringen im Eggesiner Hospiz in Trägerschaft des örtlichen Diakoniewerks Blaues Kreuz schwerstkranke Menschen die letzten Monate, Wochen, manchmal auch nur Tage ihres Lebens. Die Hospiz-Gäste werden in einer gemütlichen Umgebung betreut und mit Speisen aus der hauseigenen Küche verwöhnt. Rund 20 fest angestellte und zahlreiche ehrenamtliche Mitstreiter ermöglichen jenen Menschen einen Lebensabend in Würde, die es wegen ihrer Erkrankung oder ihrer Lebensumstände am Ende ihres Lebens ganz besonders schwer haben.

Waschmaschine und Trockner verschleißen schnell

Natürlich wird auch die Wäsche der Gäste vor Ort gewaschen. Doch wegen der hohen Belastung verschleißen Waschmaschine und Trockner schnell. „Sie mussten dringend ersetzt werden“, sagte Mandy Papke. Auch für diese Anschaffungen reichte das Geld vom Nordkurier Leserhilfswerk.

Die Geschäftsführerin dankt den Nordkurier-Lesern und dem Leserhilfswerk für die Unterstützung. Es ist bereits das zweite Mal, dass das Leserhilfswerk das Hospiz unterstützt. Denn das Haus ist auf Spenden angewiesen: Zwar zahlen die Krankenkassen den Großteil der Kosten für die aufwendige und teure Versorgung der Hospizgäste. Aber es gibt einen Eigenanteil, den das Hospiz zwingend über Spenden selbst finanzieren muss. „Wir sind froh über die Unterstützung, die wir von Vereinen und Stiftungen, aber auch von Privatpersonen erfahren“, sagt Mandy Papke. 

Hilfe für hunderte Menschen und Einrichtungen

Das Nordkurier Leserhilfswerk existiert seit mehr als 30 Jahren, es hat hunderte Menschen, Einrichtungen und Projekte unterstützt. Die Spendengelder dienen ausschließlich dem Zweck, vor Ort unkompliziert zu helfen, wenn Menschen oder soziale Träger unverschuldet in Not geraten. Dabei geht es oft um kleine Summen wie die Anschaffung eines Kühlschranks, eine überfällige Renovierung, schnelle Hilfe für Brandopfer und vieles andere. Um Hilfsgelder bewerben können sich soziale Träger. Diese können auch bedürftige Einzelpersonen vorschlagen. Zu Letzterem sind ebenfalls Behörden und Ämter berechtigt.

Der Nordkurier berichtet regelmäßig über die Verwendung der Spendengelder, auch wenn dies in vielen Fällen nur in anonymisierter Form passieren kann. Das Leserhilfswerk ist auch zertifiziert mit dem Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Das Gütesiegel ist ein Zeichen für Transparenz und sorgsamen Umgang mit Spendengeldern. Es wird Vereinen nach gründlicher Prüfung verliehen.

Weitere Informationen zum Nordkurier Leserhilfswerk finden Sie im Internet unter www.leserhilfswerk.de