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Ueckermünder Bürgemeisterwahl

Schwere Vorwürfe gegen Kandidat Degenkolb

Ueckermünde / Lesedauer: 2 min

Spielt Ueckermündes Bürgermeisterkandidat mit falschen Karten? Ahlbecks Bürgermeister Schnellhammer wirft ihm jedenfalls Unehrlichkeit vor.
Veröffentlicht:02.05.2019, 19:45

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Veit Degenkolb hat bei der Kandidatur für die Gemeindevertretung in seinem Wohnort Ahlbeck wohl nicht mit offenen Karten gespielt. Degenkolb, der in Ueckermünde Bürgermeister werden will und für das Bündnis „Für Ue.de“ antritt, steht in Ahlbeck auf der CDU-Liste.

Ahlbecks Bürgermeister Josef Schnellhammer und sein Vize Andreas Frenz hatten bei Degenkolb angefragt, ob er sich vorstellen könnte, auf der CDU-Liste für die Gemeindevertretung in Ahlbeck zu kandidieren. Dass er kommunalpolitisch auch noch andere Ziele hat, wussten Schnellhammer und Frenz nicht: „Wir haben uns zusammengesetzt und ihn auf die Liste gesetzt. Dass er Mitglied im Bündnis Für Ue.de ist und sich um den Bürgermeisterposten in Ueckermünde bewirbt, haben wir aus der Presse erfahren”, sagt CDU-Mitglied Schnellhammer.

Er ist enttäuscht von Degenkolb: „Die Art und Weise gefällt mir nicht. Ich hätte erwartet, dass er uns das vorher mitteilt. Ich wünsche mir ein vertrauensvolles Miteinander und Offenheit in unserer Gemeinde. Das war hier nicht der Fall.”

Degenkolb sieht kein Problem

Degenkolb indes ist sich keines Fehlers bewusst: „Als die CDU-Liste für Ahlbeck gewählt wurde, existierte das Bündnis für Ueckermünde noch gar nicht und meine Kandidatur stand noch nicht zur Debatte.” Doch auch anschließend hat Degenkolb die Ahlbecker Gemeindespitze nicht über seine Ambitionen informiert.

Wenn es nach Schnellhammer geht, dann sind die beiden Kandidaturen Degenkolbs für zwei unterschiedliche Parteien und Bündnisse ein Widerspruch. Degenkolb selbst sieht darin kein Problem: „Es erschließt sich mir nicht, weshalb meine Kandidatur in Ueckermünde für den Bürgermeisterposten für das Bündnis für Ueckermünde für die CDU problematisch sein sollte. Das Bündnis und ich sind parteiunabhängig und arbeiten an Lösungen und dies parteiübergreifend.”

Degenkolb hatte bereits Ärger mit einem Kontrahenten um das Bürgermeisteramt in Ueckermünde. Jürgen Kliewe (Einzelbewerber) hatte jüngst moniert, dass Degenkolb mit seinem Bündnis zu viele Wahlplakate aufgehängt habe. Doch auch Kliewe selbst verstieß gegen eine von ihm selbst unterschriebene Verfügung zum Umgang mit Wahlplakaten.