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Nach Feuer

So schlimm steht es um die Läden im Haffcenter

Ueckermünde / Lesedauer: 3 min

Der Brand im Elektroraum des Haff–Center beschädigte die Elektrik schwer. So schwer, dass das Center erstmal geschlossen bleiben muss. Die Folgen für die Geschäfte sind groß. 
Veröffentlicht:17.08.2023, 17:34

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Nach dem Schwelbrand der Elektrik mit starker Rauchentwicklung bleibt das Haff–Center vorläufig geschlossen. Dies teilte der Betreiber, die Elgeti Brothers GmbH, dem Nordkurier mit. Auch die Geschäftsleute und Mieter im Einkaufszentrum wurden darüber informiert, dass die Elektrik bei dem Brand so stark beschädigt wurde, dass es bis auf Weiteres keinen Strom gebe. Es müssten Aggregate ersetzt werden, bei denen es unklar sei, wie lange man auf die Lieferung werde warten müssen. Derzeit werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Kühlräume des nahkauf–Supermarktes wieder mit Strom zu versorgen, hieß es vom Management des Haff–Centers.

Schwelbrand zerstörte fasst alles

Der Schwelbrand in dem rückwärtig zu den Garagen gelegenen Elektroraum war am Mittwochmorgen entstanden. Der aufsteigende Qualm beunruhigte auch die Mieter im gegenüberliegenden Wohnblock im Haffring. Noch am Abend bot sich dem Betrachter in dem ausgebrannten Raum ein Bild der Verwüstung: Verkohlte Kabel und Elektronik, die von der Decke und aus den Schaltschränken hing und der Geruch nach verbranntem Gummi. Der Polizeibericht spricht von einer Verpuffung in einem Elektroverteiler aufgrund eines technischen Defektes. Dieser habe zu einem Schwelbrand geführt. Polizei und Feuerwehr brachten mehr als hundert Menschen ins Freie, die sich am Morgen im Center aufhielten. Die abschließende Klärung der Brandursache erhoffen sich die Betreiber aus einem Gutachten. Die Polizei teilte mit, sie sehe derzeit keinen Grund für eine kriminaltechnische Ermittlung.

Teile der zerstörten Elektrik werden bereits repariert. 
Teile der zerstörten Elektrik werden bereits repariert.  (Foto: Oliver Hauck)

Supermart betroffen

Von den Geschäften traf es besonders den Nahkauf–Markt, der in unmittelbarer Nähe des Brandherdes liegt. Die Feuerwehr berichtet, sie habe diesen Bereich „mit einem Belüftungsgerät rauchfrei machen müssen“. Das Supermarkt–Team habe die Kameraden „während des Einsatzes bei diesen Temperaturen mit reichlich Eis und Getränken versorgt“. Laut Polizei beträgt der Schaden nach vorläufiger Schätzung mindestens 160.000 Euro. Wegen der Raucheinwirkung müsse das komplette Sortiment an Nahrungsmitteln ausgetauscht werden. Auf rund 40.000 Euro wird der Schaden an der Elektrik des Haff–Centers beziffert.

„Unsere Angestellten arbeiten wo anders“

Die Filiale des Friseursalons elegant war nicht unmittelbar vom Rauch betroffen. Die Geschäftsführerin Marianne Neuenfeldt sagte dem Nordkurier, sie sei vom Center–Management, der elgeti GmbH, informiert worden, dass es bis Ende August voraussichtlich keinen Strom geben werde. Das Management gehe davon aus, dass ihr, wie den anderen Geschäftsleuten, die Waren– und Verdienstverluste von der Versicherung ersetzt würden. „Unsere Angestellten arbeiten vorübergehend in einer der anderen Filialen“, so Neuenfeldt. „Viele unserer Kunden sind Senioren und nicht gut zu Fuß.“ Denen wolle sie anbieten, sie auf eigene Kosten mit dem Auto in eine der beiden Filialen im Zentrum zu bringen.