StartseiteRegionalUeckermündeWird der Stadtwerke-Hauptsitz zum großen Torgelower Vereinshaus?

Vereine

Wird der Stadtwerke-Hauptsitz zum großen Torgelower Vereinshaus?

Torgelow / Lesedauer: 2 min

Die Torgelower Stadtwerke werden in den nächsten Jahren ihren Hauptsitz in den Bahnhof verlegen. Für das alte Gebäude in der Albert-Einstein-Straße gibt es schon eine Idee.
Veröffentlicht:12.02.2024, 07:07

Artikel teilen:

Der Hauptsitz der Torgelower Stadtwerke in der Albert-Einstein-Straße 79 könnte vielleicht zum Vereinshaus werden. Allerdings nicht heute und nicht morgen, war von Bürgermeisterin Kerstin Pukallus (parteilos) zu erfahren. Aber wenn das kommunale Unternehmen in seinen neuen Hauptsitz im sanierten Bahnhofsgebäude eingezogen ist, wäre es denkbar, das Gebäude in eine neue Nutzung zu geben. Denn nach dem Auszug würde das stadteigene Haus leer stehen.

Sanierung von Bahnhof erst 2026

Bis die Idee von Vereinshaus umgesetzt werden kann, wird aber noch ein bisschen Zeit ins Land streichen. Denn die Stadt geht momentan davon aus, dass der Bahnhof im Jahr 2026 saniert sein wird. Erst dann können die Stadtwerke sowie die neue Mobilitätszentrale der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald (VVG) an diesem Standort arbeiten und das Stadtwerkehaus wäre frei.

Bürgermeisterin Kerstin Pukallus könnte sich vorstellen, dass das Stadtwerke-Gebäude zum Vereinshaus wird.
Bürgermeisterin Kerstin Pukallus könnte sich vorstellen, dass das Stadtwerke-Gebäude zum Vereinshaus wird. (Foto: ZVG)

Bürgermeisterin: Keine Mieteinnahmen zu erwarten

Trotzdem macht sich die Stadt Torgelow schon Gedanken, was mit dem jetzigen Gebäude der Stadtwerke werden soll. Die Stadt müsse erst sehen, ob sie ein Vereinsheim dauerhaft finanziell stemmen kann, erläuterte die Bürgermeisterin. Denn von den Vereinen werden im Gegensatz zu den Stadtwerken keine Mieteinnahmen zu erwarten sein. Damit hätte die Stadt neben Rathaus, Schulen und Sporthallen ein weiteres Gebäude, dass sie bewirtschaften muss.

Für Kerstin Pukallus ist deswegen klar, dass die Stadt sparen muss, wenn sie das Vorhaben umsetzen will. Denn mit der Digitalisierung in den Schulen, den steigenden Abgaben für die kostenfreie Kita, für Personalkosten und für Kreisumlage stünden einige große Posten an, die erst einmal bezahlt werden müssten. Die Stadtverwaltung müsse sich zusammen mit Bauexperten das Gebäude anschauen und einschätzen, wie groß der bauliche Stau derzeit ist.

Beispiel Sportfischerverein "Pommerscher Greif"

Am Ende könne es auch sein, dass alle Rechnungen auf dem Weg zu einem Vereinshaus nicht aufgehen, meinte Kerstin Pukallus. Es sei denn, die Stadtvertreter würden den Umbau in ein Vereinshaus beschließen. Die Stadt habe in den Augen der Bürgermeisterin im Rahmen der Daseinsvorsorge aber eine Pflicht gegenüber Vereinen und ehrenamtlicher Arbeit. Kommunale Daseinsvorsorge umfasst die Bereitstellung von wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Dienstleistungen für die Bürger. Dazu gehören unter anderem auch Wasserversorgung, Nahverkehr, Bildung, Kitas, Feuerwehr und Friedhöfe.

Dass es Bedarf nach Vereinsräumen gibt, zeigte sich im vergangenen Jahr. Der Sportfischerverein „Pommerscher Greif“, der stark auf Jugendarbeit setzt, bemühte sich lange um eigene Räume. 2023 konnte die Stadt den Sportfischern im kleinen Vereinsgebäude in Spechtberg endlich ein Domizil anbieten. Dort waren Räume der Volkssolidarität freigeworden. Die Angler müssen hier keine Miete zahlen.