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Wildtiere

Er weiß alles über Waschbär, Marderhund und Mink

Eggesin / Lesedauer: 1 min

Immer mehr Wildtiere besiedeln den Lebensraum Stadt. Welche Arten es in Vorpommern-Greifswald sind und wie sich die Probleme mit ihnen lösen ließen, erklärt ein Fachmann aus Ueckermünde.
Veröffentlicht:07.02.2024, 06:00

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Wenn sich jemand mit Raubwild in Vorpommern auskennt, dann ist es Raul Schade. Als Wildtierschützer und geprüfter Stadtjäger beschäftigt er sich schon lange mit Wildtieren, die immer mehr den Lebensraum Stadt besiedeln und Probleme machen. Zudem ist er begeisterter Jäger und Angler.

Erklärt Notwendigkeit einer gezielten Bejagung

Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Arbeit und in Vorbereitung auf den Abschluss zum Akademischen Jagdwirt hat sich der Ueckermünder umfassend mit den Raubwildarten unserer Region beschäftigt. In seinem Vortrag, den er im Rahmen der Reihe Winterakademie am 15. Februar hält, will er die Wechselwirkung der Arten beschreiben und die Notwendigkeit einer gezielten Bejagung erklären.

Zu den ursprünglich in MV beheimateten Raubwildarten haben sich in den vergangenen Jahrzehnten drei Neubürger gesellt: Waschbär, Mink und Marderhund. Schade werde in seinem Vortrag die Entwicklung der Raubwildstrecken analysieren und deren Einfluss auf das Niederwild sowie bedrohter Bodenbrüter beschreiben.

Erstaunliches festgestellt

„Den Inhalten meines Vortrags liegt eine umfassende Analyse der Raubwildstrecke im Landkreis Vorpommern-Greifswald der Jahre 2012 bis 2022 zugrunde“, erklärt der Ueckermünder. Die statistischen Erhebungen der Unteren Jagdbehörde werde er veranschaulichen und mit seinen Erhebungen erweitern. Er habe sogar das Raubwild vermessen und Messreihen zu artbezogenen körperlichen Merkmalen zusammengefasst. Soweit es ihm möglich gewesen sei, habe er diese Ergebnisse mit nationalen und internationalen Messreihen verglichen und dabei Erstaunliches festgestellt.

Der Referent wird darüber hinaus Entwicklungstrends ableiten sowie die Möglichkeiten der Neu- oder Wiederansiedlung einiger Fleischfresser darstellen.

Zu dem Vortrag über Waschbär, Marderhund und Co. sind alle Interessenten am 15. Februar um 18 Uhr in das Besucherinformationszentrum des Naturparks Am Stettiner Haff in Eggesin eingeladen.